07.11.2020

Erstmals Schnellen Radioblitz bis zur Quelle zurückverfolgt

Zum ersten Mal haben Astronomen einen Schnellen Radioblitz (Fast Radio Burst, FRB) innerhalb unserer eigenen Galaxie geortet, der in einem Magnetar seinen Ursprung hat.

 

Schnelle Radioblitze dauern nur wenige Millisekunden und erzeugen während dieser kurzen Sequenz dennoch so viel Energie wie die Sonne an einem ganzen Tag. Seit sie erstmals im Jahr 2007 entdeckt wurden, sind sie für unsere Wissenschaftler mit Rätseln behaftet und können über ihren Ursprung oder ihre Ursache nur spekulieren.

 

Bisher konnten diese rätselhaften Radioausbrüche nur in weit entfernten Teilen des Universums geortet werden, was die Untersuchung ihrer genauen Struktur oder Quelle nahezu unmöglich macht. Als mögliche Ursache brachten unsere Astronomen folgende Hypothesen ins Spiel: Neutronenstern-basierte Ursachen, die Verschmelzung zweier Weißer Zwerge, die kurze Eruption auf einem Flare-Stern in Sonnennähe, eine spontane Maser-Emission aufgrund auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigten und stark magnetisierten Wind, durch Verdampfung eines Schwarzen Lochs oder auch durch extraterrestrische Technologie.


Jetzt haben Astronomen des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Zusammenarbeit mit der McGill University, der University of British Columbia, dem Perimeter Institute for Theoretical Physics sowie  der University of Toronto den ersten Schnellen Radioblitz geortet, der aus unserer eigenen Galaxie stammt und von einem Magnetar verursacht wird. 

 

Wie das Wissenschaftlerteam im Fachjournal Nature schreibt, lag der Schlüssel dazu in der Entdeckung von Gammastrahlenausbrüchen am 28. April 2020, die man mittels dem kanadischen Radioteleskop CHIME (Hydrogen Intensity Mapping Experiment) erfasste und von einem unabhängigen Observatorium bestätigt werden konnten, die man einen Tag zuvor mit dem Swift Burst Alert Telescope ebenfalls registriert hatte und den selben Ursprung hatten: einen Neutronenstern mit der Bezeichnung »SGR 1935+2154«, der wegen seines sehr starken Magnetfeldes als Magnetar bezeichnet wird und sich etwa 30.000 Lichtjahre entfernt befindet. Magnetare sind dafür bekannt, periodische Gammastrahlenausbrüche zu erzeugen.

Das einzige Problem daran ist, dass bisher noch niemand Schnelle Radioblitze beobachtet hat, die von solchen Objekten ausgehen, so bleibt unklar, welcher Mechanismus genau für die Erzeugung dieser Ausbrüche verantwortlich sein könnte. Eine Möglichkeit besteht darin, dass sie auf so genannte Sternbeben zurückzuführen sein könnten - die auftreten, wenn die intensive Gravitation und das Magnetfeld des Sterns eine Spannung aufbauen, die plötzlich wieder freigesetzt wird.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: ESO/L. Calcada

 

VIDEO:

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