13.04.2022

Freigegebenes Memo: 2014 besuchte ein interstellares Objekt die Erde

Jetzt freigegebene Daten, die vom United States Space Command (USSC) erstellt wurden, bestätigen eine sehr nahe Begegnung mit einem interstellaren Objekt, das 2014 unsere Erde »besuchte«.

 

Es hat sich herausgestellt, dass der Feuerball, der vor acht Jahren mit hoher Geschwindigkeit über Papua-Neuguinea explodierte, tatsächlich von außerhalb unseres Sonnensystems stammte - zumindest laut einem neuen Memo, das vom US-Weltraumkommando USCC erstellt wurde und auf einer ursprünglich in 2019 durchgeführten Studie beruht, die auf dem Preprint-Dokumentenserver arXiv.org publiziert wurde.

Laut der Studie handelte es sich bei dem interstellaren Besucher um einen Meteor, der nur 0,45 Meter groß war und am 8. Januar 2014 mit 210.000 Kilometern pro Stunde auf die Atmosphäre unseres Planeten traf. Angesichts der Flugbahn und der hohen Geschwindigkeit ist es nach Ansicht der Wissenschaftler zu 99 % sicher, dass er aus dem „tiefen Innenbereich eines Planetensystems oder eines Sterns aus der dicken Scheibe der Milchstraßengalaxie" stammt.

 

Als er 2014 über Papua-Neuguinea auseinanderbrach, gab es bezüglich seiner Natur noch eine gewisse Unsicherheit, weil ein Teil der Daten geheim war, doch jetzt gilt die Analyse als „ausreichend genau, um eine interstellare Flugbahn zu bestätigen." Besonders interessant an dieser Enthüllung ist, dass das Objekt noch vor 'Oumuamua entdeckt wurde - dem ungewöhnlichen geformten Asteroiden, der 2017 entdeckt wurde und bis jetzt als das erste bestätigte Objekt galt, das unser Sonnensystem aus dem interstellaren Raum besucht hat.

Da der Meteor über dem Südpazifik explodierte, ist es möglich, dass Fragmente von ihm ins Meer fielen und sich seitdem auf dem Meeresboden befinden, doch die Wahrscheinlichkeit, sie tatsächlich zu finden, ist angesichts der Größe und Ausdehnung des Gebiets exponentiell gering. Dennoch ist die Tatsache, dass der erste bekannte interstellare Besucher möglicherweise tatsächlich mit der Erde kollidiert ist, sicherlich eine faszinierende Wendung und deutet darauf hin, dass solche Objekte in unserem Sonnensystem recht häufig vorkommen könnten.

 

Angesichts der Häufigkeit an Meteore, die in den letzten Jahren am Himmel explodiert sind, bevor sie auf der Erde aufschlugen, drängt sich aber unweigerlich die Frage auf: Ist das wirklich nur ein glücklicher Zufall, dass alle stets in großer Höhe explodieren und keines von ihnen auf unserem Planeten einschlägt und Schaden verursacht? Könnte es nicht auch sein, dass wir von »Jemanden« beschützt werden?

Die Studie wurde übrigens von Dr. Siraj und Dr. Abraham »Avi« Loeb verfasst. Dr. Loeb ist Professor für Astrophysik am Harvard Smithsonian Center der Harvard University in Cambridge (Massachusetts, USA) und sorgte in letzter Zeit öfters für Schlagzeilen in den Medien, weil er unter anderem behauptete, dass der vermeintliche Asteroid »'Oumuamua« in Wahrheit ein von Außerirdischen erschaffenes Objekt sei (siehe hier). Loeb äußerte zudem in der Vergangenheit schon öfters seine persönliche Meinung über die Möglichkeit, dass sich draußen im Weltraum sehr viele außerirdische Artefakte befinden, die darauf warten, von uns entdeckt zu werden.

 

Dass 'Oumuamua außerirdischen Ursprungs ist, versucht Loeb auch in seinem neuen Buch mit dem Titel Außerirdisch: Intelligentes Leben jenseits unseres Planeten detailliert zu belegen.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: NASA, JPL-Caltech


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