05.04.2021

Neue rätselhafte »Beben« aus dem Marsinneren registriert

Die NASA-Raumsonde »Insight« hat kürzlich charakteristische Anzeichen von seismischen Aktivitäten auf dem Mars aufgezeichnet.

 

Die kuppelförmige Raumsonde »Insight« ist Teil der InSight-Mission der NASA und wurde am 5. Mai 2018 zum Roten Planeten entsendet. Dort landete sie am 26. November 2018 auf der Oberfläche des Planeten und hält seit dem 19. Dezember mit ihrer speziellen Technik nach Anzeichen seismischer Aktivitäten Ausschau.


Ihr integrierter Seismograph »Seismic Experiment for Interior Structure« (SEIS) ist sehr empfindlich, sodass es vor äußere Einflüsse geschützt werden muss, um sicherzustellen, dass es weiterhin ordnungsgemäß funktioniert. SEIS kann in einem breiten Frequenzbereich von 0.001 Hz bis 50 Hz Bodenbewegungen von Bruchteilen eines Tausendstel Millimeters registrieren, wodurch sich jegliche Anzeichen von Marsbeben, Meteoriteneinschläge oder auch lokalen Ereignissen an der Oberfläche wie Staubteufeln oder Hangrutschungen, bis hin zur Gezeitendeformation des Mars durch seinen Mond Phobos aufzeichnen lassen.

 

Die seismische Aktivität auf dem Mars wird oft als Marsbeben bezeichnet, allerdings hat der Rote Planet nicht das gleiche tektonische Plattensystem wie die Erde, so dass die Beben nicht durch die gleichen Prozesse verursacht werden. Die genaue Quelle dieser seismischen Ereignisse ist demnach ein Rätsel und bisher ist nur bekannt, dass es durch eine plötzliche Energiefreisetzung im Inneren des Planeten verursacht wird.

Nun hat die NASA in einem Statement bekannt gegeben, dass Insight zwei dieser »Marsbeben« registriert hat, die eine Stärke von 3,3 bzw. 3,1 auf der Richterskala aufwiesen. Die jüngsten Beben scheinen sich auf ein Gebiet des Mars zu konzentrieren, das als Cerberus Fossae bezeichnet wird ist und in dem auch bereits in der Vergangenheit mehrere andere Beben aufgezeichnet wurden.

 

Die US-Raumfahrtbehörde erhofft sich weitere Gelegenheiten, die Beben näher studieren zu können, denn die werden zweifellos nötig sein, um eine endgültige Erklärung für das Phänomen zu finden.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

 

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