13.10.2020

Nobelpreisträger: Es gab ein Universum vor dem Urknall

Sir Roger Penrose behauptet, dass Beweise für den Vorgänger unseres heutigen Universums immer noch in Schwarzen Löchern zu erkennen wären.

 

Der gefeierte britische Mathematiker und theoretischer Physiker, Sir Roger Penrose, wurde erst kürzlich für mit dem Nobelpreis für Physik 2020 ausgezeichnet. Er erhielt ihn „für die Entdeckung, dass die Bildung von Schwarzen Löchern eine robuste Vorhersage der allgemeinen Relativitätstheorie ist". Penrose hatte im Januar 1965 mathematisch bewiesen, dass sich tatsächlich Schwarze Löcher bilden können und konnte sie mit Hilfe von Albert Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie ausführlich beschreiben - dabei hatte Einstein selbst nicht an ihre Existenz geglaubt. Diese Abhandlung gilt seitdem als der wichtigste Beitrag zur allgemeinen Relativitätstheorie seit Einstein. Penrose behauptet aber auch, dass Schwarze Löcher Beweise für die Existenz eines früheren Universums enthalten.

 

Die Vorstellung, dass unser Universum nur eines von einem potenziell unendlichen Zyklus von Universen ist (die Hypothese der sogenannten »Konformen Zyklischen Kosmologie«), gibt es schon seit einiger Zeit. Sie besagt, dass das Ende des Universums zugleich der Beginn des nächsten ist und die beiden Zustände Urknall und Nichts ein und dasselbe sind.

Penrose ist der Ansicht, dass es sich bei den rätselhaften Punkten elektromagnetischer Strahlung (die als »Hawking-Points« bezeichnet werden) tatsächlich um die endgültige Ausstoßung von Energie aus Schwarzen Löchern (oder »Hawking-Strahlung«) darstellen könnten, die aus dem vorherigen Universum stammten. Ihm nach markieren diese Hawking-Points die Strahlungsüberreste Schwarzer Löcher, wenn sie Hawking-Strahlung an das Universum abgeben. „Ich behaupte, dass es Beobachtungen von Hawking-Strahlung gibt", sagte Penrose im Interview mit The Telegraph. „Der Urknall war nicht der Anfang. Es gab etwas vor dem Urknall, und dieses Etwas ist gleichzeitig auch das, was uns in unserer Zukunft erwartet. Wir haben ein Universum, das sich ausdehnt und ausdehnt und alle Masse zerfällt, und in dieser verrückten Theorie von mir wird in dieser ferne Zukunft der Urknall zu einem anderen Äon [Universum-Zyklus] führen“, erklärt der 89-Jährige. „Unser Urknall begann also mit etwas, das die ferne Zukunft eines früheren Äons war, und es hatte ähnliche Schwarze Löcher gegeben, die durch die Emission von Hawking-Strahlung verdampft sind, und sie haben jene Punkte am Himmel hervorgebracht, die ich als Hawking-Punkte bezeichne.“

 

Auch wenn nicht alle Physiker seiner Theorie zustimmen, so ist sie doch sicherlich interessant und könnte, wenn sie wahr ist, dazu beitragen, zu beweisen, dass das Universum, weit davon entfernt, aus dem Nichts zu entstehen und im Nichts zu verschwinden, sondern für alle Ewigkeit existieren wird.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: WikiImages, Pixabay

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