24.09.2018

Strahlungsbelastung bei Marsreise geringer als gedacht

Wissenschaftler konnten nun die Strahlungsbelastung berechnen, der ein Astronaut auf einer Reise zum Mars mindestens ausgesetzt wäre.

 

Die Kolonisierung fremder Welten könnte die beste Chance sein, das Überleben der menschlichen Spezies in der Zukunft zu sichern. Doch um sich den feindlichen Lebensbedingungen dort anzupassen, müsste sich unser Körper auf eine Weise fortentwickeln, die zu einer völlig neuen Art von Menschen führen könnte.

 

Und wenn es darum geht, einen neuen Planeten zu kolonisieren, könnte der Rote Planet die beste Option für die Menschheit sein. Doch anders als wie für die einstigen Raumfahrtpioniere Ferdinand Magellan, Juri Alexejewitsch Gagarin oder Neil Armstrong wird sich diese Mission längst nicht so einfach darstellen. Von allen Herausforderungen, die es zu meistern gilt, bevor der Mensch zum Mars reisen kann, scheint sich jene als besonders schwierig zu erweisen, die Astronauten vor der tödlichen Strahlung zu schützen, der sie während der Reise und auch vor Ort zwangsläufig ausgesetzt sein werden.

 

Dank der neueren Daten von ExoMars, einer Raumsonde der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Zusammenarbeit mit der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos, konnte nun jedoch festgestellt werden, dass die Strahlenbelastung während eines Fluges zum Mars möglicherweise nicht ganz so schlimm ist, wie man bisher angenommen hatte.

 

Wie die ESA auf ihrer Webseite berichtet, haben die Berechnungen ihrer Wissenschaftler nämlich ergeben, dass Astronauten während ihrer Reise zum Mars, die jeweils sechs Monate hin und zurück dauert, lediglich 60 Prozent der maximal empfohlenen beruflichen Strahlenbelastung ausgesetzt wären.

 

Das ist zwar immer noch viel, doch es bedeutet, dass es zumindest nicht zwingend tödlich wäre, was wiederrum bedeutet, dass eine solche Reise tatsächlich realisierbar wäre.

 

Es gäbe jedoch auch die Möglichkeit, mittels Epigenetik die Art und Weise zu verändern, wie unsere Gene vom Körper ausgelesen werden, um sie so widerstandsfähiger gegen Krebs und andere durch Strahlung bedingte Krankheiten zu machen.

 

© Fernando Calvo*, Foto: NASA, Pat Rawlings

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