21.10.2020

Weiteren Hinweis für Leben auf der Venus entdeckt

Wissenschaftler haben einen zweiten wichtigen Hinweis auf mögliches Leben in der Atmosphäre der Venus entdeckt: Die kleinste und einfachste Aminosäure Glycin.

 

Mit Oberflächentemperaturen von über 860 Grad und einem atmosphärischen Druck, der mehr als das Hundertfache auf der Erde beträgt, sind die Bedingungen auf der Venus unbestreitbar höllisch, weshalb sie nie wirklich als Spitzenkandidat auf der Suche nach Leben in unserem Sonnensystem betrachtet wurde.

 

Umso größer war die Überraschung, als im vergangenen Monat zwei Wissenschaftlerteams unabhängig voneinander bekannt gaben, dass sie Monophosphan (auch Phosphin genannt) in der Atmosphäre des Planeten Venus entdeckt hätten - ein potenzieller Indikator für außerirdisches Leben.


Wie aber nun ein indisches Wissenschaftlerteam um Arijit Manna vom Midnapore City College in ihrer auf dem Dokumentenserver arXiv.org veröffentlichten Studie schreibt, konnten sie mittels des Radioteleskops Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA) ebenfalls einen weiteren möglichen Hinweis auf Leben in der Venusatmosphäre aufspüren: die proteinogene Aminosäure Glycin.

 

ALMA ist ein Verbund von insgesamt 66 Antennenschüsseln, die von der Europäischen Südsternwarte (ESO) in der chilenischen Atacama-Wüste betrieben werden und damit konnten sie auf einer Frequenz von 261,87 GHz in den mittleren - und somit lebensfreundlichsten - Breiten des Planeten die charakteristische Biosignatur von Glycin erfassen, wobei sie in der Nähe des Äquators am ausgeprägtesten, in der Nähe der Pole hingegen offenbar nicht messbar war.

 

Die Aminosäure Glycin besteht aus einfachen Molekülen und war beispielsweise auf der Erde für die chemische Evolution und den Ursprung des Lebens von großer Bedeutung. Aber anders als bei Phosphin, das als Ausscheidungsprodukt von Organismen angesehen werden kann, kann Glycin von Organismen selbst oder durch Umwandlung von anderen Aminosäuren hergestellt werden. Bedeutet, dass es möglicherweise ein Hinweis auf einfaches ein- oder mehrzelliges Leben sein könnte, das die Venus einst besaß oder noch heute - zumindest in ihrer Atmosphäre - beherbergt.

 

Wie schon bei der Entdeckung von Phosphin ist es auch jetzt beim Glycin notwendig, zu beurteilen, ob der ursprüngliche Nachweis überhaupt sehr genau durchgeführt wurde und keine Messfehler vorliegen. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge dürfte noch eine Menge zusätzlicher Forschungsarbeit nötig sein und zusätzlich mindestens eine Raumfahrtmission, um auf die eine oder andere Weise herauszufinden, ob tatsächlich etwas in der Atmosphäre der Venus leben könnte.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: NASA/JPL

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