28.12.2020

Nagel von der Kreuzigung Jesu in einem Kloster entdeckt?

In einer verborgenen Klosterkammer hat man einen alten Nagel entdeckt, von dem Experten annehmen, dass er zur Kreuzigung Jesu verwendet worden sein könnte.

 

Das vermeintlich historische Artefakt wurde zusammen mit verschiedenen anderen Gegenständen von Archäologen im Kloster Milevsko in der Tschechischen Republik entdeckt. Es befand sich in einem geheimen Raum, der einst benutzt wurde, um seltene und bedeutende Artefakte vor den Hussiten zu verstecken, die das Kloster im 15. Jahrhundert immer wieder überfielen.

Wie die tschechische Nachrichten- und Presseagentur ČTK berichtet, lag die 15 Zentimeter lange Reliquie in einem Holzkasten, der mit einem 21-karätigen Goldkreuz auf der Vorderseite und einer Inschrift versehen war, die lautet »Jesus ist König«. Während es derzeit unklar ist, ob der Nagel wirklich von der Kreuzigung Jesu stammt, wurde der Kasten selbst auf die Zeit zwischen 260 und 416 nach Christus datiert.

 

Nichtsdestotrotz beschreiben es die Experten als eine Entdeckung, die möglicherweise noch bedeutsamer ist, als die des St.-Maurus-Schreins - ein goldener Reliquienschrein, der die sterblichen Überreste der heiligen Märtyrer Maurus, Timotheus und Apollinaris sowie des heiligen Johannes der Täufer enthält.

 

Angesichts der historischen Bedeutung des Klosters ist es nicht unwahrscheinlich, dass dort etwas so Wertvolles wie ein Nagel von der Jesus-Kreuzigung bewahrt wurde. Und da die Hussiten das Klosterarchiv zerstört hatten, gab es auch keine Hinweise darauf.

 

Nun wird versucht, die Echtheit des Nagels festzustellen.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: ČTK


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