16.08.2022

Frau mit Nahtoderfahrung kann das Jenseits kaum erwarten

Eine Frau, die eine lebensverändernde Nahtoderfahrung hatte, freut sich darauf, endlich wieder an den Ort zurückzukehren, an den sie während dieses Erlebnisses gebracht worden war.

 

Was genau passiert, wenn wir sterben, ist vielleicht die größte unbeantwortete Frage des menschlichen Daseins, und doch gibt es Menschen, die davon überzeugt sind, bereits einen Blick darauf geworfen zu haben. Und es ist unbestritten, dass Menschen Nahtoderfahrungen (NTE) machen können und viele sie auch nach einer traumatischen Verletzung oder einem Herzstillstand bereits hatten.

Die meisten Menschen erleben sie auf dem OP-Tisch oder in einem Moment des schweren Traumas wie einem Autounfall. Während dieser Zeit wollen Betroffene oft etwas zweifellos Außergewöhnliches erlebt haben. Sie berichten, wie sie eine Reise durch einen dunklen Tunnel unternommen haben, an dessen Ende ein helles Licht aufleuchtete. Dort hätten wären sie an einem Ort gewesen, von dem viele glauben, dass es der Himmel selbst gewesen sei.

 

Andere machen zwar keine Erfahrungen mit diesem Tunnel, sehen aber dafür Szenen aus dem eigenen Leben, die wie in einem Film vorbeirauschen, oder wie ihr eigener Körper leicht und schmerzfrei zu schweben beginnt. Gleichzeitig nehmen sie alles visuell und auditiv wahr, was um ihren klinisch leblosen Körper herum geschieht. Sie können nach ihrer Wiederbelebung auch alles genau beschreiben, was geschehen ist, obwohl ihre Augen fest verschlossen waren. Dieses Erlebnis wird für sie zu einem lebensverändernden Ereignis, das sie nachdem sie sich erholt haben, den Rest ihres Lebens begleitet.

Doch sind diese subjektiv wahrgenommenen Erlebnisse auch wirklich ein Beweis für ein Leben nach dem Tod? Könnte diese Erfahrung nicht auch ein Produkt der Medikamentenwirkung in seinem Gehirn gewesen sein oder war er wirklich für kurze Zeit an einem jenseitigen Ort, bevor er wieder in die Welt der Lebenden zurückkehrte?

 

Für die 78-jährige Betty Eadie aus Washington ist dieses Jenseits sehr real, denn als sie sich im Alter von 31 ihre Gebärmutter entfernen (Hysterektomie) lassen musste, war sie für kurze Zeit klinisch tot und hatte eine dermaßen tiefgreifende Nahtoderfahrung, dass sie es kaum erwarten kann, an diesen schönen Ort zurückzukehren. Auch bei ihr begann es, wie viele solcher Erlebnisse, damit, dass sie von ihrem Körper losgelöst in der Luft schwebte und auf ihre »Hülle« hinunterblickte. Dann wurde ihr von drei sehr alten Männern gesagt, dass sie gestorben sei. Sie erklärte ihnen, dass sie gerne ihre Familie sehen würde und sie »flogen« sie aus dem Fenster. Das nächste, an dass sie sich erinnerte, war, dass sie Mitglieder ihrer Familie um sich herum sah.


Im Gespräch mit Inside Edition schilderte sie: „Mein Mann saß im Sessel und ich stand neben ihm. Ich war besorgt, weil er nicht wusste, dass ich gestorben war, und meine Kinder auch nicht, und ich machte mir Sorgen um sie alle. Aber dann wurde mir ein Blick in ihre Zukunft gewährt und ich sah, dass sie alle ein gutes Leben führen würden.

 

Weiter erzählte sie, dass sie am Ende eines Tunnels einen Mann traf, den sie für den leibhaftigen Jesus Christus hielt. Er habe sie umarmt und ihr gesagt, dass ihre Zeit noch nicht gekommen sei. Ehe sie sich versah, habe sie diesen wunderschönen Ort verlassen und sei wieder in ihren biologischen Körper zurückgekehrt. Diese Erfahrung habe ihr Leben jedoch deutlich und tiefgreifend beeinflusst und schwärmt: „Ich will wieder zurück."

Übrigens, In einem Anfang 2022 erschienenen Artikel, der in der Fachzeitschrift Psychology Today veröffentlicht wurde, hat der kanadische Psychiater und erfolgreiche Sachbuchautor Dr. Thomas R. Verny die vier vorherrschenden Theorien analysiert, die bisher zur Erklärung des Phänomens ins Spiel gebracht wurden (wir berichteten hier).

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: Pixabay, Bearb. F. Calvo


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