22.07.2021

Luzides Träumen stellt »Kontakt« zu Außerirdischen her

Im Rahmen eines kürzlich durchgeführten Experiments hat man luzides Träumen als Werkzeug benutzt, um Kontakt mit Außerirdischen herzustellen.

 

Millionen Menschen haben bereits solche Erfahrungen gemacht und selbst in Büchern, Filmen und den Medien werden oft außerirdische Flugobjekte thematisiert, die unseren Planeten aufsuchen und Menschen kontaktieren bzw. entführen. Auch Elvis Presley und John Lennon berichteten, dass sie Kontakt zu Außerirdischen hatten, doch welche dieser vielen Geschichten beruhen auf eine Schlafparalyse und welche haben sich real ereignet? Deshalb wollten die russischen Wissenschaftler Michael Raduga, Andrey Shashkov und Zhanna Zhunusova mit ihrer im Fachjournal International Journal of Dream Research veröffentlichten Studie untersuchen, inwieweit bewusste Kontakte mit »Außerirdischen« in Träumen den realen Berichten von Entführungen durch Außerirdische ähneln.

Ihre Experimente wurden am Phase Research Center in Moskau durchgeführt, einer Forschungseinheit von REMspace, die sich mit der Untersuchung von luziden Träumen, Schlafparalyse und Ähnliches beschäftigt. Luzide Träume sind eine Form des REM-Schlafs, während derer eine Person sich ihrer Handlungen bewusst ist und die Ereignisse, die sich im Traum ergeben, kontrollieren kann. Für ihre Versuchsreihe wählten die Forscher 152 Freiwillige aus, die bereits luzides Träumen praktizierten, und wiesen sie an, sich in einen luziden Traum zu begeben und sich darin vorzustellen, wie sie ein Treffen mit Außerirdischen erleben. Von allen Teilnehmern erreichten insgesamt 114 tatsächlich eine Kommunikation mit »außerirdischen Zivilisationen«, bei denen sich unerwartete Ähnlichkeiten zu »echten« Entführungsberichten durch Außerirdische zeigten. Einem gelang es sogar, mit den Außerirdischen zu sprechen und ihr Raumschiff zu besteigen.

 

Die Wissenschaftler unterteilten diese »Kontaktberichte« in zwei Gruppen: absurd (traumähnliche Erfahrungen) und realistisch (könnte mit der Realität verwechselt werden). Es stellte sich heraus, dass Angst und Schlafparalyse, die für viele »reale« Kontakte mit außerirdische Wesen verantwortlich ist, häufig in der zweiten Gruppe auftraten. Diese Tatsache ist die Haupterkenntnis der Forscher, die ein starkes Argument für die traumartige Natur vieler »Begegnungen« ist.

Wenn es aber möglich ist, dies bewusst zu tun, wie oft treten dann solche Erlebnisse rein zufällig auf? Und sind alle Kontakte mit Außerirdischen nur Schöpfungen unseres Gehirnes? Letztendlich kann diese Studie nicht schlüssig beweisen, dass Alien-Kontakte ausschließlich auf luzide Träumereien zurückzuführen sind, da man den Teilnehmern ja vorgeschrieben hat, was sie träumen sollen. Zudem sind die Parallelen zu den »echten« Alienentführungen bzw. -kontakte damit erklärbar, dass die Probanden derartige Szenarien bereits aus Büchern oder Filmen gekannt haben können und ihren Traum entsprechend angepasst haben.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: Pixabay, Bearb. F. Calvo


* Die Beiträge unterliegen dem Urheberrechtsschutz und das Kopieren ist nur für nichtkommerzielle Zwecke und dem deutlich sichtbaren Hinweis auf den Autor und dem Direktlink zu http://terra-mystica.jimdofree.com gestattet. Siehe unsere Urheberrechtsbestimmungen.

_______________________________________________________________