02.08.2022

Mann schildert seine Nahtoderfahrung, die er im Koma hatte

Ein Mann, der sich während der ersten Pandemie-Welle mit Covid-19 infizierte, wäre beinahe daran gestorben und erlebte in dieser Zeit ein Phänomen, das bis heute nicht wissenschaftlich erklärt werden kann: Die Nahtoderfahrung.

 

Was genau passiert, wenn wir sterben, ist vielleicht die größte unbeantwortete Frage des menschlichen Daseins, und doch gibt es Menschen, die davon überzeugt sind, bereits einen Blick darauf geworfen zu haben. Und es ist unbestritten, dass Menschen Nahtoderfahrungen (NTE) machen können und viele sie auch nach einer traumatischen Verletzung oder einem Herzstillstand bereits hatten.

Die meisten Menschen erleben sie auf dem OP-Tisch oder in einem Moment des schweren Traumas wie einem Autounfall. Während dieser Zeit wollen Betroffene oft etwas zweifellos Außergewöhnliches erlebt haben. Sie berichten, wie sie eine Reise durch einen dunklen Tunnel unternommen haben, an dessen Ende ein helles Licht aufleuchtete. Dort hätten wären sie an einem Ort gewesen, von dem viele glauben, dass es der Himmel selbst gewesen sei.

 

Andere machen zwar keine Erfahrungen mit diesem Tunnel, sehen aber dafür Szenen aus dem eigenen Leben, die wie in einem Film vorbeirauschen, oder wie ihr eigener Körper leicht und schmerzfrei zu schweben beginnt. Gleichzeitig nehmen sie alles visuell und auditiv wahr, was um ihren klinisch leblosen Körper herum geschieht. Sie können nach ihrer Wiederbelebung auch alles genau beschreiben, was geschehen ist, obwohl ihre Augen fest verschlossen waren. Dieses Erlebnis wird für sie zu einem lebensverändernden Ereignis, das sie nachdem sie sich erholt haben, den Rest ihres Lebens begleitet.


Auch Randy Shiefer gehört zu jenen Menschen, die eine Nahtoderfahrung durchgemacht haben und er hat sie in einem Interview mit NPR beschrieben. Er erzählte, dass er im Frühjahr 2020 ins Krankenhaus eingeliefert wurde, weil er sich aufgrund einer schweren COVID-19-Erkrankung eine schwere Lungenentzündung zugezogen hatte. Sein Zustand habe sich rapide verschlechtert und als schließlich alle seine Organe versagten, sahen sich die Ärzte gezwungen, ihn in ein künstliches Koma zu versetzen.

 

Während dieser Phase spürte er, wie sein „Bewusstsein erwachte" und er erinnerte sich daran, dass er sich durch einen Tunnel bewegte, der von einem „schönen, warmen, liebevollen Licht" umhüllt war. „Ich erinnere mich, dass ich plötzlich über meine Schulter blickte und diese große, wunderschöne weiße Treppe in den Himmel ragte, so weit man sehen konnte. Und ich sagte mir, dass mich vielleicht jemand aufsuchen werde, sobald ich auf diese Treppe komme." Und so stieg er die Treppe hinauf und er hörte, wie jemand „da ist Randy" rief und ihn packte. „Als man mich von der Treppe heruntergezogen hatte, wurde es schwarz und ich kehrte in meine kleine, dunkle, sedierte Welt zurück", schilderte er.

Doch sind diese subjektiv wahrgenommenen Erlebnisse auch wirklich ein Beweis für ein Leben nach dem Tod? Könnte diese Erfahrung ein Produkt der Medikamentenwirkung in seinem Gehirn gewesen sein oder war er wirklich für kurze Zeit an einem jenseitigen Ort, bevor er wieder in die Welt der Lebenden zurückkehrte? In einem Anfang dieses Jahres erschienenen Artikel, der in der Fachzeitschrift Psychology Today veröffentlicht wurde, hat der kanadische Psychiater und erfolgreiche Sachbuchautor Dr. Thomas R. Verny die vier vorherrschenden Theorien analysiert, die bisher zur Erklärung des Phänomens ins Spiel gebracht wurden (wir berichteten hier).

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica to: Pixabay


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