05.01.2020

Wo ist der Krater des Meteoriten, der die Erde »verglaste«?

Forscher glauben, endlich den Einschlagkrater gefunden zu haben, den ein großer Meteorit vor rund 800.000 Jahren schuf, als er die Erde traf und dabei Gestein zu Glas verschmolz.

 

Wie das internationale Forscherteam um Kerry Sieh vom Earth Observatory of Singapore (EOS) in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) schreibt, scheinen sie das Rätsel um den Einschlagkrater gelöst zu haben, den vor 790.000 Jahren ein großer Meteorit verursachte, als er auf unserem Planeten aufschlug. Die bei dem Einschlag freigesetzte Energie war derart gewaltig gewesen, dass sogar Gesteinsmaterial schmolz und über enorme Entfernungen geschleudert wurde. Diese erstarrten, kleinen Glasobjekte findet man auch heute noch auf etwa einem Zehntel der gesamten Erdoberfläche - vor allem in Südostasien, Australien und der Antarktis - und werden als Tektiten oder Gesteinsgläser bezeichnet.

Von diesem verheerenden erdgeschichtlichen Ereignis hatten unserer Wissenschaftler zwar schon seit Jahrzehnten Kenntnis, doch konnte er nirgends gefunden werden, was darauf hindeutete, dass der Meteorit entweder bereits über dem Erdboden explodierte oder der Einschlagskrater im Laufe der Zeit durch Erosion verschwand bzw. zugeschüttet wurde.

 

Doch jetzt hat das EOS-Team wesentliche Indizien dafür gefunden, dass sich der Einschlagkrater auf der Hochebene von Laos befinden könnte. Sie vermuten ihn auf dem Bolaven-Plateau im Süden des Landes, bedeckt von einer dicken Schicht vulkanischen Gesteins. Die Analyseergebnisse des Plateaus scheinen ihre Theorie zu bestätigen, denn:

 

Schwereanomalien (Gravitationsanomalien) im Boden deuten auf einen 17 x 13 Kilometer großen Krater hin.

 

Einige Kilometer vom mutmaßlichen Krater entfernt gibt es Steinbrocken, die vermutlich durch den Meteoriteneinschlag des Meteoriten freigesetzt wurden.

 

Bestimmtes Plateau-Gestein weist gleiche geochemische Eigenschaften auf, wie die vom Meteoriten weggeschleuderten Tektiten.

 

Die Lavaströme über und in der Nähe des mutmaßlichen Kraters erstarrten erst nach dem Einschlag.

 

© Fernando Calvo*, Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

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