13.11.2020

Schädel eines frühmenschlichen Cousins entdeckt

Der Schädel wird auf ein Alter von rund zwei Millionen Jahre datiert und gehörte einem frühen menschlichen Cousin namens Paranthropus robustus.

 

Der nahezu vollständig erhalten gebliebene Schädel wurde von einem internationalen Archäologenteam unter Leitung der australischen La Trobe University entdeckt, während sie das Drimolen-Höhlensystem in der Nähe von Johannesburg auf Hinweise frühgeschichtlicher, menschlicher Überreste untersuchten. Es handelt sich um das bisher älteste und vollständigste Exemplar eines Paranthropus robustus-Schädels, das je gefunden wurde.

Paranthropus robustus wurde erstmals in 1938 als Art entdeckt und ähnelt im Körperbau zwar den Australopithecus africanus, doch er besaß einen größeren, kräftigeren Schädel sowie massivere Zähne. Sie stellen vermutlich eine evolutionäre Seitenlinie zur Gattung Homo und damit uns modernen Menschen dar.

 

Die Abgrenzung der Gattung Paranthropus von Australopithecus ist unter Experten umstritten, weswegen seine Fossilien von einigen Forschern auch als Australopithecus robustus bezeichnet werden. Paranthropus robustus befand sich möglicherweise irgendwo in einem evolutionären Stadium zwischen dem Leben in den Bäumen und dem Gehen auf dem Boden. Fest steht, sie teilten sich ihren afrikanischen Lebensraum mit einem unserer direkten Vorfahren - dem Homo erectus.

 

„Aber diese beiden sehr unterschiedlichen Arten - Homo erectus mit seinem relativ großen Gehirn und kleinen Zähnen und Paranthropus robustus mit seinen relativ großen Zähnen und kleinem Gehirn - stellen divergierende evolutionäre Experimente dar", so die Paläoanthropologin Angeline Leece gegenüber dem The Guardian. „Wir gehören zwar zu jener Abstammungslinie, die sich am Ende durchgesetzt hat, doch die Fossilien belegen, dass Paranthropus robustus vor zwei Millionen Jahren in der Landschaft viel häufiger vertreten war als der Homo erectus".

 

Der jetzt entdeckte Schädel wurde aus Hunderten von kleinen Fragmenten zusammengesetzt und könnte zu einem Mitglied einer eine Million Jahre alten Paranthropus-Abstammungslinie gehört haben. „Wie alle anderen Lebewesen auf der Erde haben sich unsere Vorfahren, um erfolgreich zu bleiben, an die sie umgebende Landschaft und Umwelt angepasst und entwickelt", so der Archäologe Andy Herries. „Wir vermuten, dass diese Veränderungen in einer Zeit stattfanden, als Südafrika austrocknete, was zum Aussterben einer Reihe von Säugetierarten führte, die zur gleichen Zeit lebten. Es ist wahrscheinlich, dass der Klimawandel Umwelt-Stressfaktoren auslöste, welche die Evolution innerhalb von Paranthropus robustus vorangetrieben haben."

 

Die ausführliche Studie zu dem Fund wurde im Fachjournal Nature Ecology and Evolution veröffentlicht.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: La Trobe University

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