20.01.2020

Amazonas: Rätsel der Spinnen-Strukturen noch ungelöst

Vor rund sieben Jahren beschäftigten mysteriöse Strukturen im Amazonas die Wissenschaftler, weil ihre Herkunft ein Rätsel war. Zwischenzeitlich konnte zwar herausgefunden werden, dass sie von einer Spinne erzeugt werden, doch um welche Spezies es sich handelt und der Zweck dieser ungewöhnlich geformten Gebilde ist bis heute ungeklärt geblieben.

 

Es handelt sich um knapp zwei Zentimeter große Strukturen, die sich aus horizontal und vertikal verwobenen Fäden zusammensetzen. Der US-amerikanische Student Troy Alexander hatte sie erstmals im Sommer 2013 während eines Forschungs-Aufenthalts im peruanischen Amazonas-Dschungel entdeckt und veröffentlicht. Niemand wusste damals, was es ist, welche Funktion es innehat oder wer es erschuf. Erst ein Forscherteam unter der Leitung des Entomologen Phil Torres konnte Ende 2013 das Rätsel zumindest teilweise lösen: Es war eine Spinne!

Die Forscher fanden bei ihrer Expedition weitere dieser seltsamen Strukturen auf »Cecropia«-Bäumen, auf Bambus sowie auf Blättern. Durch die tagelange Überwachung dieser Strukturen konnten die Wissenschaftler beobachten, wie drei Spinnen aus drei verschiedenen Türmen raushuschten. Es stellte sich heraus, dass diese »Türme« aufwendige Nester für die Spinneneier waren. Die Spinnen selbst konnten damals nicht formell identifiziert werden aber ihr Verhalten wurde als ziemlich außergewöhnlich bezeichnet, denn die Eier wurden alle einzeln abgelegt, und jeder Turm beherbergte ein einzelnes Ei.

 

Nun hat Torres in 2019 erneut den Regenwald von Peru aufgesucht und sich mit einem Team auf die Suche nach dieser ungewöhnlichen Spinne gemacht, um sie zu filmen und so möglicherweise den Arachnologen dabei zu helfen, sie als Spezies zu identifizieren.

Auch muss noch geklärt werden, welche Funktion diese Stängel haben, die einen Zaun um zwei oder drei Eier bilden. Vielleicht sind sie dazu gedacht, die Spinnenbabys vor parasitären Wespen zu schützen. Tatsächlich konnten Torres und seine Kollegen bereits in 2016 beobachteten, wie solche geschickten Jäger aus einem der Seidenkokons herauskamen. „Das könnte ein Hinweis darauf sein, wofür diese Verteidigung gedacht ist - es könnte eine Art Barriere sein, damit keine Wespe auf ihr landen kann. Aber offensichtlich hatte es in diesem Fall nicht funktioniert", schildert Torres dem Live Science.

 

Torres gelang es zum weltweit ersten Mal, diese Struktur in hochauflösender Qualität zu filmen.

 

© Fernando Calvo* für https://terra-mystica.jimdofree.com

Foto: Phil Torres

 

VIDEO:

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