19.09.2020

Australischer Gympie-Baum besitzt starkes Nervengift

Wissenschaftler haben herausgefunden, wieso das Gift des Gympie-Baums (auch Australische Brennnessel genannt) beim Menschen langfristig starke Schmerzen auslöst.

 

Als ob es in Australien nicht schon genug hochgiftige Tiere gäbe, gibt es dort sogar einige Pflanzen, die in der Lage sind, mit ihren feinen Härchen auf ihren Blättern, ein starkes Nervengift abzusondern, das bei uns Menschen heftige langanhaltende Schmerzen verursachen kann. Besonders der Gympie-Baum (Dendrocnide excelsa), der in den Regenwäldern Nordostaustraliens sowohl als Baum als auch als Strauch vorkommt, sollte gemieden werden, denn seine Brennhaare sind mit einem Gift gefüllt, das bei der kleinsten Berührung starken Juckreiz bis heftige brennende Schmerzen beim Menschen hervorrufen kann, die einige Tage, in Einzelfällen sogar mehrere Monate andauern können.

Die Brennhaare sind in der Lage, nahezu jede faserbasierte Kleidung zu durchdringen, weshalb man sich nur sehr schwer vor ihnen schützen kann. Erschwerend kommt hinzu, dass man die Pflanze nicht einmal direkt berühren muss, um ihre volle Giftwirkung zu spüren, da sie ihre Brennhaare kontinuierlich abfallen lässt und auf diese Weise an unsere Haut gelangen können. Kurioserweise sind viele einheimische australische Tiere gegen das Gift dieser Pflanze unempfindlich - und manche fressen sie sogar.

 

Jetzt haben Wissenschaftler der University of Queensland's Institute for Molecular Bioscience herausgefunden, dass seine Giftstoffe denen von Spinnen und Skorpionen nicht unähnlich sind. Wie sie in ihrer im Fachjournal Science Advances veröffentlichten Studie schreiben, haben sie die Molekularstruktur des Giftes analysiert und festgestellt, dass sie knotenartig aufgebaut ist, so dass sich das Gift verheddern und wiederholt auf die Schmerzrezeptoren des Opfers einwirken kann. Ihre nadelähnlichen Brennhaare sehen tatsächlich wie feine Härchen aus und wirken wie Injektionsnadeln, wenn sie ihre Giftstoffe injizieren, sobald sie mit der Haut in Kontakt kommen.

Die Forscher tauften diesen neu entdeckten Typ von Nervengift auf den Namen »Gympietide«. Gympietide ähneln in der Art und Weise, wie sie sich in ihre 3D-Molekularstrukturen falten und auf dieselben Schmerzrezeptoren abzielen, den Toxinen von Spinnen und Kegelschnecken, das macht den Gympie-Baum zu einer absolut giftigen Pflanze.

 

„Durch das Verständnis der Wirkungsweise dieses Giftes hoffen wir, diejenigen, die von der Pflanze gestochen wurden, eine bessere Behandlung anbieten zu können, um die Schmerzen zu lindern oder gar zu beseitigen“ erklärte die an der Studie beteiligte Prof. Irina Vetter dem CNN.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Fotos: Wikipedia/CNN

Die feinen Härchen eines Gympie-Baum-Blattes, durch die das Nervengift injiziert wird
Die feinen Härchen eines Gympie-Baum-Blattes, durch die das Nervengift injiziert wird

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