21.01.2020

Genanalyse enthüllt: Riesenkalmare könnten intelligent sein

Zum ersten Mal ist es Wissenschaftlern gelungen, das Genom des kaum erforschten Riesentintenkalmars (Architeuthis dux) zu entschlüsseln.

 

Die Existenz dieses gigantischen Tiefseebewohners, der eine Länge von bis zu 13 Metern erreichen kann, konnte erst vor relativ kurzer Zeit offiziell wissenschaftlich bestätigt werden und die Geschichten um ihn galten lange als Seemannsgarn. Doch auch nachdem unsere Meeresbiologen in 2004 erstmals ein Foto eines lebenden Riesenkalmars und in 2012 sogar die ersten Filmaufnahmen folgten, bleibt er bis heute kaum erforscht und mit vielen Rätseln behaftet.

Doch jetzt ist es einem Wissenschaftlerteam von der dänischen Universität Kopenhagen in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Marine Biological Laboratory gelungen, zum weltweit ersten Mal das Genom des Riesenkalmars zu entschlüsseln. Die Forscher fanden bei ihrer Erbgutanalyse heraus, dass das Genom des Riesenkalmars mit erstaunlichen 2,7 Milliarden DNA-Basenpaaren rund 90 Prozent der Größe des menschlichen Genoms aufweist und für ein Weichtier außergewöhnlich groß ist.

 

Wie die Wissenschaftler in ihrer im Fachjournal GigaScience veröffentlichten Studie schreiben, stellt das Denkorgan der Riesenkalmare somit das größte aller wirbellosen Tiere dar und ist sehr wahrscheinlich auch sehr komplex, denn ihre Analysen konnten über 100 Gene aus der Familie der Protocadherine identifizierten, die als Voraussetzung gelten, um ein kompliziertes Gehirn perfekt zu vernetzen. Das könnte darauf hindeuten, dass wir es bei dem Riesenkalmar mit einem äußerst intelligenten Lebewesen zu tun haben.

 

Das Genom ist ein erster Schritt, um viele Rätsel über die Biologie dieser sonderbaren Tiere zu lösen", erklärt die Tintenfisch- und Kraken-Expertin Caroline Albertin vom Marine Biological Laboratory in Woods Hole, Massachusetts, auf EurekAlert!. „Obwohl Kopffüßer viele komplexe und ausgeklügelte Eigenschaften besitzen, glaubt man, dass sie sich unabhängig von den Wirbeltieren entwickelt haben. Durch den Vergleich ihrer Genome können wir die Frage stellen: Haben sich Kopffüßer und Wirbeltiere gleich oder unterschiedlich entwickelt?'".

 

Aber so wie die Dinge stehen, bleibt der Riesenkalmar trotz seines jetzt sequenzierten Genoms weiterhin wenig erforscht, denn die Erbgutanalyse gab nicht preis, wie er sich beispielsweise paart oder wovon genau er sich ernährt. Auch wie er zu seiner beeindruckenden Körpergröße gelangte, bleibt ein Rätsel, denn das Erbgut der Riesenkalmare hat im Laufe der Evolution keine nachweisliche Genomverdopplung durchlaufen, was eigentlich als eine der Strategien gilt, durch die viele Wirbeltiere größer wurden.

 

© Fernando Calvo* für https://terra-mystica.jimdofree.com

Foto: Free Library of Philadelphia

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