15.05.2020

Rekord: Diese Eidechse besteht zu 80 Prozent aus Kot

Forscher haben eine Eidechse entdeckt, die so extrem an Verstopfungen litt, dass ihr Köper fast zu 80 Prozent aus Kot bestand.

 

Dass sich eine Ernährung, die überwiegend fetthaltig ist, nachteilig auf die Gesundheit auswirken kann, dürfte wohl jedem von uns bekannt sein. In den seltensten Fällen liegt die Ursache an bestimmten Erkrankungen wie z.B. der Schilddrüse oder genetischen Faktoren, sondern an erster Stelle an Bewegungsmangel und zu üppiger und falscher Ernährung. Für Deutschland stellte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden fest, dass in 2017 mehr als die Hälfte aller Erwachsenen übergewichtig war. Noch größere Probleme mit Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) haben die Vereinigten Staaten, wo rund zwei Drittel der Bevölkerung davon betroffen sind. In den USA wird vor allem der übermäßige Verzehr von Chips, Cola aber auch der XXL-Versionen von Burgern oder Pizza dafür verantwortlich gemacht.

 

Auch im US-Tierreich scheint es einige Artgenossen zu geben, die ihre natürliche, aufwendige Nahrungsbeschaffung aufgegeben und sich lieber auf Fast Food umgestellt haben. Jetzt wurde in der Nähe einer Pizzeria in Cocoa Beach, Florida, eine Echse entdeckt, der diese Ernährungsumstellung jedoch zum Verhängnis wurde.

 

Als die an der School of Natural Resources and Environment an der University of Florida in Gainesville beschäftigte Doktorandin Natalie Claunch die Eidechse auf der Straße sah, wurde ihr ziemlich schnell klar, dass ihr monströser Bauch nicht das Ergebnis davon sein konnte, dass trächtig sei. Sie brachte das Tier zu dem Wissenschaftler Edward Stanley, der in der Reptilienabteilung vom Florida Museum of Natural History tätig ist. Er fand heraus, dass es sich bei der Echse um einen Rollschwanzleguan (Leiocephalus carinatus) handelte, der sich offenbar von Insekten sowie anderer kleiner Reptilien aus der Nähe einer Pizzeria ernährt hatte. Diese kleinen Beutetiere waren jedoch mit fetthaltigen Partikeln aus dem Pizzalokal behaftet, die das Reptil unwissentlich mitverspeiste. Das hatte zur Folge, dass sich im Magen der Echse eine riesige Masse gebildet hatte, die zu fest geworden war, um auf natürlichem Wege ausgeschieden zu werden.

Nach dem Wiegen und der Untersuchung mittels Computertomographie (CT) stellte sich heraus, dass die Masse im Inneren des Reptils 78,5 Prozent des gesamten Körpergewichts betrug. Laut Claunch ist dies das größte Kot-zu-Körper-Massenverhältnis, das jemals bei einem lebenden Tier dokumentiert werden konnte. Sogar das Aufheben der enorm aufgebläht wirkenden Echse, um sie zu untersuchen, erwies sich als ziemlich schwierig. „Ich war besorgt, dass sie aufplatzen könnte, wenn ich nicht vorsichtig genug bin", erklärte Stanley dem Live Science. „Es hat mich verblüfft, zu sehen, wie wenig Platz für alle anderen Organe noch vorhanden war... sie hatte in ihrem Brustkorb nur noch eine winzigen Stelle für Herz, Lunge und Leber frei.“

 

Leider blieb keine andere Wahl, als die Echse von ihrem drohenden Schicksal zu erlösen und sie auf humane Weise einzuschläfern, denn sie war nicht in der Lage, die dicht zusammengepresste, sandige Masse auszuscheiden. Alle Nährstoffe waren von dem dichten Klumpen in ihrem Darm aufgesaugt worden und dem Tier war es kaum noch möglich, zu fressen - sie wäre qualvoll langsam verhungert.

 

Tragischerweise ist dies nicht der erste Rollschwanzleguan mit solchen ernsthaften Kotproblemen, denn wie Claunch schildert, hatten er und seine Kollegen schon in der Vergangenheit drei weitere Exemplare gefunden, deren Körpergewicht zu über 30 Prozent aus Kot bestand. „Wir hatten im Jahr zuvor bereits in der Nähe der gleichen Stelle einen ähnlichen Rollschwanzleguan gefunden, der eine Kotmasse von fast 40 Prozent der gesamten Körpermasse aufwies", sagte Claunch und weist darauf hin, dass man nicht weiß, wie lange es dauert, bis sich solche sandbesetzten Kotmassen im Darm einer Eidechse ansammeln. „Es gibt keine verlässliche Möglichkeit, dies festzustellen, da es noch keine Studien über die »normale« Verdauung sieser Art haben, mit denen wir sie vergleichen könnten", so Claunch.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: Natalie Claunch

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