12.07.2020

Sechs neue bizarre Lebensformen in der Tiefsee entdeckt

Wissenschaftler haben in den tiefsten Tiefen des Pazifischen Ozeans eine ganze Reihe exotischer neuer Lebensformen entdeckt.

 

Es wird immer wieder behauptet, dass wir mehr über die Marsoberfläche wissen als über das, was sich in den extremen Tiefen der Ozeane unseres eigenen Planeten vor unseren Augen verbirgt - eine Tatsache, die nach der erneuten Entdeckung mehrerer bisher unbekannter exotischer Arten von Tiefseelebensformen erneut in den Blickpunkt gerückt ist.

 

Denn wie das internationale Wissenschaftlerteam des National Oceanography Centre (NOC), der University of Hawai’i sowie der Universität Genf im Fachjournal European Journal of Protistology schreiben, haben sie in den Tiefen der Clarion-Clipperton-Zone (CCZ) sechs bisher unbekannte als Xenophyophoren bezeichnete einzellige Organismen entdeckt. Die Clarion-Clipperton-Zone (oder Clarion-Clipperton-Bruchzone) ist eine 4,5 Millionen Quadratkilometer große Bruchzone in der ozeanischen Kruste im Zentralpazifik.

Xenophyophoren sind zwar schon seit Jahren bekannt, doch da sie in solchen extremen Tiefen leben, ist ihre Erforschung sehr schwierig und entsprechend konnten bisher auch nur sehr wenige Arten je identifiziert werden. Bei diesen sechs neu entdeckten Lebensformen handelt es sich um vier Spezies und zwei Gattungen von Xenophyophoren, die allesamt zur Gruppe der Foraminiferen gehören: Die Gattung Abyssalia (abgeleitet aus dem Englischen »Abyss« für »Abgrund«), die Gattung Moanammina semicircularis (abgeleitet aus dem Hawaiianischen »Moana« für »Ozean«, die Spezies Psammina tenuis aus der Gattung der Psammina sowie zwei weitere Spezies der Abyssalia: Abyssalia foliformis und Abyssalia sphaerica.

 

A. foliformis hat die Form eines abgeflachten Blattes, A. sphaerica die einer Kugel, Moanammina semicircularis eines gestielten Fächers und Psammina tenuis sieht aus wie ein zartes, dünnes Plättchen. Die sechste neuartige Xenophyophore hatte die Form einer »Schlammkugel«, konnte von den Wissenschaftlern aber leider nicht identifiziert werden, da sie sich in ihrer Zusammensetzung aufgelöst hatte, bevor sie genauer untersucht werden konnte.

 

„Wir sehen sie überall auf dem Meeresboden in vielen verschiedenen Formen und Größen", schilderte der Ozeanograph Craig Smith gegenüber Science Alert. „Sie sind eindeutig ein sehr wichtiger Teil der zahlreichen biologischen Gemeinschaften, die im CCZ leben. Sie bieten unter anderem Mikrolebensräume und potenzielle Nahrungsquellen für andere Organismen. Wir müssen noch viel mehr über die Ökologie [dieser] seltsamen Einzeller lernen, wenn wir vollständig verstehen wollen, wie sich der Meeresbodenabbau auf diese Meeresboden-Gemeinschaften auswirken könnte".   

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: Jennifer Durden/Craig Smith/DeepCCZ Project

Moanammina semicircularis am Meeresboden
Moanammina semicircularis am Meeresboden

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