17.11.2020

Südafrika: Frau der Hexerei beschuldigt und verbrannt

In Südafrika wird in einem Mordversuch ermittelt, nachdem eine als Hexe beschuldigte Frau mit Benzin übergossen und in Brand gesetzt wurde.

 

Während Hexerei im modernen Zeitalter im Allgemeinen unüblich ist, können diejenigen, die Hexerei praktizieren, dies in der Regel ohne die Furcht vor Strafe und Tod tun, die noch vor Hunderten von Jahren für Gesellschaften typisch war.

 

Bereits 1542 hatte der englische König Heinrich VIII. auf Anraten der anglikanischen Kirche einen ersten »Witchcraft Act« (deutsch: Hexen-Gesetz) erlassen. Später verschärfte die neue Regentin Elisabeth I. das Gesetz im Jahr 1563 und stellte die Ausübung von Hexenkräften sowie die Konsultation einer Hexe oder eines Hexenmeisters unter Todesstrafe. Wiederrum einige Jahre später wurde es um den Zusatz „Beratung mit Teufeln und Hausgeistern" erweitert.

 

Das Gesetz, das in ähnlicher Art und Weise auch in England und anderen Teilen Europas eingeführt und angewendet wurde, führte dazu, dass Tausende von Menschen - etwa 75 Prozent Frauen - der Hexerei angeklagt wurden, ohne dass es für sie einen fairen Prozess oder Rechtsbehelf gab. Die übliche Strafe für die Verurteilten war Folter mit anschließender Verbrennung auf dem Scheiterhaufen. Erst als das schottische und das englische Parlament in 1707 fusionierten und das vereinte britische Parlament gebildet wurde, wurde das Hexen-Gesetz im Jahre 1736 aufgehoben. Jetzt, rund 300 Jahre nach der Aufhebung des Gesetzes, gibt es jedoch Teile der Welt, in denen vermeintliche Hexen immer noch stark verfolgt werden.

Eine solcher Fall wurde nun aus Südafrika bekannt, wo vor kurzem eine 27-jährige Frau in Durban, angegriffen, mit Benzin übergossen und in Brand gesetzt wurde, weil sie beschuldigt worden war, eine Hexe zu sein. Deswegen hat die örtliche Polizeibehörde eine Untersuchung eingeleitet und ermittelt wegen versuchten Mordes. „Ein 27-jähriges Opfer wurde angeblich von Gemeindemitgliedern angegriffen, mit Benzin übergossen und angezündet", bestätigt der Polizeisprecher der Provinz KwaZulu-Natal (KZN), Nqobile Gwala, gegenüber IOL. „Das Opfer wurde von der Gemeinde beschuldigt, sich an Hexerei zu beteiligen. Sie wurde zur medizinischen Behandlung ins Krankenhaus gebracht."

 

Der Vorfall erinnert an den Fall von drei Frauen, die 2018 ebenfalls in KwaZulu-Natal ermordet wurden, weil man glaubte, sie seien in Hexerei verwickelt. Alle drei starben, indem sie verbrannt worden waren. Es ist auch bis heute unklar, ob die verantwortliche(n) Person(en) vor Gericht gestellt und verurteilt wurde(n) oder nicht.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

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