14.05.2022

Schatzsucher wollen verstecktes Nazi-Gold gefunden haben

Schatzsucher haben ein Metallbehälter im Erdboden entdeckt, der einen Teil der verschwundenen wertvollen Nazi-Beute enthalten könnte.

 

Während des Zweiten Weltkriegs plünderten die Nazis tonnenweise Gold, Juwelen, unschätzbare Gemälde sowie kostbare Reliquien in ganz Europa. Diese Schätze sollen an verschiedenen Orten versteckt worden und bis heute unauffindbar verschwunden sein. Ein ganz bestimmter Schatz soll auf Befehl von Heinrich Himmler gestohlen und irgendwo in Polen versteckt worden sein, um nach der deutschen Kapitulation die Gründung eines Vierten Reiches zu finanzieren. Der Schatz soll unter anderem das sogenannte »Gold von Breslau« enthalten, das aus einem Polizeipräsidium in der Nähe von Breslau in Polen gestohlen wurde, und Schmuck und Wertgegenstände aus den Privatsammlungen wohlhabender Deutscher, die in der Region lebten und ihre Besitztümer der SS übergaben, um sie vor den vorrückenden russischen Truppen zu schützen.

Jetzt glaubt eine Gruppe von Schatzsuchern, dass sie einen Teil dieser lange verschollenen Reichtümer unter einem verlassenen Wintergarten eines Schlosses aus dem 18. Jahrhundert im polnischen Dorf Minkowskie gefunden haben könnte. Mit Hilfe von Bodenradar hat das Team einen etwa 1,5 m großen Metallkanister entdeckt, der in einer Tiefe von 1,5 m vergraben liegt, und zwar genau an der Stelle, die in geheimen Dokumenten, einer Karte sowie einem Kriegstagebuch beschrieben wurde, das jahrzehntelang im Besitz einer Freimaurerloge war und einem nationalsozialistischen SS-Offizier namens »Michaelis« gehörte (wir berichteten hier). Unter den Dokumenten befand sich auch der Brief eines ranghohen SS-Offiziers namens von Stein an eines der Mädchen, die im Palast arbeiteten und später seine Geliebte wurde. Er schrieb:

Meine liebe Inge!

Die Ereignisse sprechen für sich.

 Du hast dich entschieden zu bleiben.

 Ich werde meinen Auftrag, so Gott will erfüllen.

 Einige Transporte waren erfolgreich

 Die verbliebenen 48 schweren Reichsbankkisten und die ganzen Familienkisten vertraue ich dir hiermit an.

Nur du weißt, wo die Lokalitäten sind.

 Gott helfe Dir und helfe mir meinen Auftrag zu erfüllen.

 von Stein

Am Ende des Krieges wurde die Region an das neue, sowjetisch kontrollierte Polen übergeben, die gesamte deutsche Bevölkerung wurde vertrieben und jene Polen, die in der Westukraine gelebt hatten, siedelten dort an. Um sich unter die neue Bevölkerung zu mischen, änderte Inge ihr Aussehen und ihre Identität - sie heiratete schließlich einen einheimischen Mann - und soll den Schatz bis zu ihrem Tod 60 Jahre später bewacht haben.

Gemäß Mail Online soll Roman Furmaniak von der polnischen Stiftung »Śląski Pomost« (Schlesische Brücke) bestätigt haben, dass Bodenscans tatsächlich etwas an der in den Dokumenten erwähnten Stelle des Schlosses gefunden hätten. „Die erste Bohrung, die wir vorgenommen haben, zeigte unnatürliche Verformungen auf einer Seite", so Furmaniak. „Wir führten eine zweite Sonde durch und erhielten das gleiche Ergebnis auf der anderen Seite. Eine dritte Sonde stieß dann auf ein Objekt.  Die Formen und Farben zeigen Anomalien, also menschliche Eingriffe in den Erdboden. Das Metall hat eine andere Dichte als die Erde, was auf den Bildern durch eine dunklere Farbe angezeigt wird."

 

Sollte es dem Team tatsächlich gelingen, den vermeintlichen Schatz auszugraben, wird dies sicherlich in die Geschichtsbücher eingehen.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons


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