07.11.2022

Erklärt der Tibetische Braunbär die Sichtungen vom Yeti?

Ein Naturschutzforscher glaubt, dass eine seltene Bärenart für die Sichtungen der legendären Yetis verantwortlich sein könnte, der in den abgelegenen Bergen und Wäldern Tibets, Bhutans und Nepals leben soll.

 

Sichtungen eines Affenmenschen wie der Bigfoot (auch Sasquatch genannt) in Nordamerika werden seit Jahrzehnten aus nahezu allen Kontinenten gemeldet und jede einzelne Region scheint eine eigene Version zu haben. So gibt es in Tibet den Migö oder auch Gang Mi, in Kasachstan und Russland (Sibirien) sowie der Mongolei den Almas, in China den Yeren, in Japan den Hinagon bzw. Hidagon, in Australien den Yowie und schließlich im Himalaya den Yeti.

Beschrieben wird es stets als etwa 2,50 m bis 3 m großes affenartiges Wesen mit menschlichen Gesichtszügen und dichtem Körperfell. Es soll wie ein Mensch aufrecht laufen und laut Augenzeugen sogar ein intelligentes Verhalten aufweisen sowie primitive Werkzeuge herstellen können. Die führenden Kryptozoologen Dr. Igor Butrsev und Dr. Melba Ketchum sind der Meinung, dass es sich bei diesem Wesen um einen Hybrid zwischen einem modernen Menschen und einer anderen bisher unbekannten Menschenspezies handeln könnte.

 

Für die Menschen, die in der Nähe des Himalaya leben, ist er seit Generationen nicht nur ein mythisches Wesen, sondern fester Bestandteil ihrer Folklore. Aber auch einige westliche Bergsteiger haben berichtet, während ihrer Expeditionen einen affenähnlichen Hominiden gesichtet zu haben, den sie als »Schneemenschen« bezeichneten. Ebenso fanden sie oft riesige Fußspuren im Schnee, die sie mit dieser kryptischen Kreatur in Verbindung brachten.


Doch während die einheimische Bevölkerung und auch viele Kryptozoologen nach wie vor darauf beharren, dass es den Yeti wirklich gibt, sind die konventionellen Wissenschaftler nach wie vor nicht davon überzeugt, da es nach wie vor keine unwiderlegbaren Beweise für seine Existenz gibt. Auch Dr. Madhu Chetri, Forscher des nepalesischen National Trust for Nature Conservation, glaubt, dass die Sichtungen des Yeti eine konventionellere Erklärung haben könnten und zwar in Form des Tibetischen Braunbären - einer extrem seltenen und gefährdeten Art, die noch in der Region lebt.

 

Gegenüber dem Mirror argumentierte er, dass alle Beschreibung des Yeti auf den Tibetischen Braunbären zutreffen würde. Auch die Fußabdrücke und die Zweibeinigkeit würden auf den Bären zutreffen, da sie sich aufrecht auf zwei Füßen stellen, wenn sie etwas Interessantes oder Ungewöhnliches entdecken. Zudem hätten ihm Einheimische, insbesondere Nomadenfamilien, mehrmals vermeintliche Haarproben und Fußabdrücke vom Yeti gezeigt, die sich letztendlich als die vom Tibetischen Braunbären herausstellten. Auch die ihm gezeigten Löcher, die der Yeti angeblich im Boden auf seiner Suche nach Himalaya-Murmeltieren gemacht haben soll, schreibt Dr. Chetri dem Tibetischen Braunbären zu, da diese Nager zu seinen Lieblingsspeisen zählen.

Dr. Chetri mag in einigen Fällen Recht haben, da westliche Bergsteiger tatsächlich den seltenen Tibetischen Braunbären als einem »Schneemenschen« fehlinterpretiert haben könnten, doch die dort lebende Bevölkerung kennt diese Bären schon seit Generationen, als sie noch nicht so selten waren und hatten sogar Nahbegegnungen mit dem Yeti, da dürften Irrtümer weniger wahrscheinlich sein.

 

Ihre Beschreibungen vom Yeti unterscheiden sich gewaltig von denen eines Bären. Sein Gesicht soll genauso wie Bigfoot und Co. menschliche Züge haben und er steht nicht nur kurz Aufrecht wie ein Bär, wenn etwas seine Aufmerksamkeit weckt, der Yeti rennt sogar sehr schnell auf zwei Beinen wie ein Mensch.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons


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