05.03.2021

Mexiko: Hat der Chupacabra wieder zugeschlagen?

Die Einwohner in dem mexikanischen Bundesstaat Veracruz haben den Verdacht, dass hinter einer Reihe von rätselhaften Tiertötungen, die in den letzten Monaten in ihrer Ortschaft Los Robles vorgefallen sind, der berüchtigte Chupacabra stecken könnte.

 

Dem lokalen Medienbericht von Imagen de Veracruz zufolge spielt sich der seltsame Zwischenfall derzeit auf der Ranch Santa Lucia nahe der kleinen Ortschaft Los Robles ab und begann am 25. Dezember vergangenen Jahres, weitere folgten am 28. Dezember, am 12. Januar und der letzte am 21. Februar dieses Jahres.

Der Vorarbeiter der Ranch bat um Unterstützung, um diese unglückliche Situation öffentlich zu machen und, wenn möglich, auch aufzuhalten, da er auch um seine Integrität fürchtet. Insgesamt sind bereits 18 Schafe Opfer dieser Angriffe geworden, die sich alle nachts ereignet haben und entgegen sonstigen Angriffen von einheimischen Beutejägern keinerlei Spuren hinterlassen wurden. Nach Aussagen des Geschädigten wird Viehdiebstahl ausgeschlossen, da kein einziges Schaf verschwunden ist, jedoch weisen alle toten Tiere Bisse am Hals und an der Schnauze auf, einige andere auch an den Beinen.

 

Auch die Tierärzte, die die Kadaver untersucht haben, bestätigten, dass die Bisse weder von einer Fledermaus noch einem Luchs, Kojoten, Hund oder sonstigen bekannten Raubtieren stammen, die dort in der Region leben. Nachdem alle möglichen Erklärungen ausgeschlossen werden konnten, glauben die Einheimischen nun, dass die Angriffe von einer Kreatur verübt wurde, die in der Kryptozoologie als »Nahuales« oder auch »Chupacabra« bezeichnet wird. Sie befürchten, dass ihm noch mehr Tiere zum Opfern fallen könnten oder schlimmer, dass er auch Menschen angreift.

 

Eines steht fest, die Kreatur, die diese Ranch immer wieder heimsucht, hinterlässt keinerlei Spuren und die Größe des Geländes macht es schwierig, sie aufzuspüren und zu lokalisieren. Derartige vermeintliche Chupacabra-Angriffe werden in letzter Zeit aus vielen Teilen Südamerikas gemeldet (siehe hier, hier, hier, hier und hier).

Über den Chupacabra

Der Name Chupacabra stammt vom Spanischen ab; chupar: saugen und cabra: Ziege. Seine Größe wird mit 1 - 1,5 Meter geschätzt und er soll auf dem Rücken gelblich-grüne Stacheln tragen, die er nach Belieben einziehen kann. Die Farbe seines dicken Fells soll braun bzw. dunkel sein. Seine Augen sollen sich wie bei einem Chamäleon der Umgebung anpassen können; mal braun, purpur, schwarz gelb oder leuchtend orange. Er soll sich aufrichten und auf den Hinterbeinen laufen können, die mit sehr großen Pfoten versehen sind. Außerdem seien sie sehr kräftig gebaut und würden ihm sehr hohe und weite Sprünge wie bei einem Känguru ermöglichen. Seine Vorderbeine (-arme?) sollen kurz und seine Zähne spitz sein.

 

Der allererste dokumentierte Fall eines Angriffs durch den Chupacabra geht auf das Jahr 1956 zurück und stammte aus Arizona. Danach folgten die Meldungen aus Oregon, Illinois ,Michigan, New Jersey, New Mexico, Florida, Brasilien, Chile sowie Mexiko. Die meisten Aktivitäten wurden jedoch in Puerto Rico verzeichnet. In den 1990ern wurden dort die Angriffe zu einer Plage. Allein in der Ortschaft Canovanas wurden Hunderte von toten Tieren dem Chupacabra zugeschrieben.

 

Das Muster war stets gleich: Zwei kleine Stiche wie bei einem Vampirbiss und völlig blutleere Kadaver. Wilde Hunde oder andere Raubtiere kamen aufgrund der Tötungsmerkmale nicht in Frage, da sie keinerlei Zeichen von Zerfleischen aufwiesen, was sonst bei Raubtieren nach der Erlegung ihrer Beute eigentlich üblich ist. Es gab Spekulationen, dass es sich um ein misslungenes(?) Experiment der CIA handelt. Dafür würde sprechen, dass auf Puerto Rico der Nationalpark »El Yunque« mit seinen 11.270 ha zu 75 Prozent in US-Militärhand steht. Puerto Rico und speziell El Yunque scheinen eh ein Hot Spot für UFOS zu sein und steht schon lange in Verdacht, als Kontaktstützpunkt für außerirdische Besucher oder Testfluggelände eigener Fliegenden Untertassen zu dienen.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: Pixabay, Bearb. F. Calvo


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