13.04.2021

Russischer Politiker: Yeti-Sichtungen waren inszeniert

Ein russischer Politiker hat zugegeben, dass er bei einigen Yeti-Sichtungen seine Hand mit im Spiel hatte, weil er damit Touristen in die Gegend locken wollte.

 

Aman Tuleyev ist ein ehemaliger Gouverneur der russischen Region Kemerowo und enthüllte dieses überraschende Eingeständnis auf seinem Instagram-Account. Zunächst erklärte der Politiker, dass Geschichten über diese mythische Kreatur schon lange unter den Jägern im Shoria-Bergland kursieren und dass auch er schon einmal persönlich eine Reise in diese südsibirische Mittelgebirgslandschaft gemacht habe, um sich auf der Suche nach dem Kryptiden zu machen. Dann machte Tuleyev das eher verblüffende Geständnis: „Ich war es, der das Interesse an dem Yeti geweckt hat."

Konkret sagte der Politiker, dass alle Anstrengungen, die ideal zum Skifahren geeignete Region zu einem touristischen Ziel zu machen, ziemlich erfolgreich gewesen wären, da sie jedes Jahr von immerhin mehr als eine Million Menschen besucht werde. Allerdings sei es Tuleyev’s Meinung nach nicht genug gewesen und so wäre ihm die Idee gekommen, ein Ferienort im Schoria-Gebirge zur »Heimat des Yeti« zu erklären.

 

Sein Vorschlag sei auch sehr gut von der Gemeinde angenommen worden, denn die machte sich sehr schnell daran, ihn in die Tat umzusetzen und kündigte nicht nur einen offiziellen »Yeti-Tag« an - der ganz zufällig mit dem Beginn der Skisaison zusammenfiel - sondern setzte auch eine Belohnung von einer Million Rubel (etwa 11.000 Euro) für jeden aus, dem es gelingt, die Kreatur zu fangen.

 

Anfangs sei sein Plan auch tatsächlich aufgegangen, denn die Touristen strömten in Massen in die Gegend in der Hoffnung, dem Yeti zu begegnen oder das ausgelobte Preisgeld mit nach Hause zu nehmen. Doch habe das Interesse an der Yeti-Prämie leider schließlich nachgelassen, was ihn zu einer noch gewagteren Idee inspiriert habe: Yeti-Sichtungen vorzutäuschen.

 

„Finden Sie jemanden, der groß ist. Lassen Sie ihn seinen Anzug ausziehen, seinen Pelzmantel verkehrt herum anziehen und auf belebten Plätzen herumlaufen und brüllen, so dass die Touristen ihn zwar bemerken, jedoch nicht einfangen können", habe er damals seinen Mitarbeitern angeordnet. Dieser falsche Yeti, der vermutlich ein Regierungsangestellter war, hätte dann einen Bonus erhalten, um sicherzustellen, dass er über diese Täuschungsaktion schweigt.

 

Tuleyev weist aber auch darauf hin, dass obwohl er einige Yeti-Sichtungen inszeniert habe, er die Möglichkeit nicht völlig ausschließt, dass es dieses humanoide Wesen trotzdem gibt und es tatsächlich irgendwo da draußen herumläuft.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: DangrafArt, Pixabay


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