07.03.2022

Warum tun sich Kryptozoologen so schwer, Bigfoot zu finden?

In den vergangenen Jahrzehnten wurden umfangreiche Versuche unternommen, den legendären Bigfoot zu aufzuspüren und den eindeutigen Beweis seiner Existenz zu erbringen, doch waren die sie nicht besonders erfolgreich - warum eigentlich?

 

Sichtungen eines Affenmenschen wie der Bigfoot (auch Sasquatch genannt) in Nordamerika werden seit Jahrzehnten aus nahezu allen Kontinenten gemeldet und jede einzelne Region scheint eine eigene Version zu haben. So gibt es gibt im Himalaya den Yeti, in Tibet den Migö oder auch Gang Mi, in Kasachstan, Russland (Sibirien) und der Mongolei den Almas, in China den Yeren, in Australien den Yowie sowie in Japan den Hinagon bzw. Hidagon.

Beschrieben wird es stets als etwa 2,50 m großes affenartiges Wesen mit menschlichen Gesichtszügen und dichtem Körperfell. Es soll wie ein Mensch aufrecht laufen und laut Augenzeugen sogar ein intelligentes Verhalten aufweisen sowie primitive Werkzeuge herstellen können. Die führenden Kryptozoologen Dr. Igor Butrsev und Dr. Melba Ketchum sind der Meinung, dass es sich bei diesem Wesen um einen Hybrid zwischen einem modernen Menschen und einer anderen bisher unbekannten Menschenspezies handeln könnte.

 

Doch wie kann es sein, dass die zahlreichen bisherigen Bemühungen von Kryptozoologen, TV-Dokumentarfilmer, Amateur-Forscher sowie vieler anderer Bigfoot-Enthusiasten nicht in der Lage waren, diese legendäre Kreatur aufzuspüren und unwiderlegbare Beweise für seine Existenz zu liefern? Experten haben darauf eine eindeutige Antwort, denn dieses Wesen zeigte bei fast allen Begegnungen ein erkennbares, intelligentes Verhalten und dürfte sich sehr gut vor uns zu verbergen wissen. Sie weisen auch darauf hin, dass die Lebensräume dieser menschenähnlichen Affenwesen - egal ob in Nordamerika oder in den anderen Teilen der Welt - großräumige Waldlandschaften sind, die kaum oder gar nicht besiedelt sind und unzählige Möglichkeiten bieten, auch größere Populationen ihrer Art zu verbergen.

In einem kürzlichen Interview für das Sun Journal wurde dem US-amerikanischen Kryptozoologen Loren L. Coleman ebenfalls die Frage gestellt, warum Bigfoot nach jahrzehntelanger Suche immer noch nicht gefunden und gefilmt werden konnte. „Bis man sein Mobiltelefon herausgeholt und eingeschaltet hat, ist der Bigfoot schon weg", erklärte Coleman, der das Wesen seit Jahren erforscht und sogar ein eigenes Kryptozoologie-Museum betreibt. Er glaubt, dass »Bigfoot-Jäger« durch ihr Klopfen an Bäumen und den Heulgeräuschen, die sie machen, um ihn anzulocken, eher das Gegenteil bewirken und ihn aus dieser Gegend vertreiben. Zudem würde das Aufspüren und Untersuchen ihrer Nester dafür sorgen, dass sie sie verlassen und in sicherere Gebiete weiterziehen.

 

Coleman vermutet auch, dass die Pheromone der männlichen Forscher ein Grund dafür sein könnten, dass Bigfoot sich nicht zeigt. „Ich habe das Gefühl, dass etwas in den Männerpheromonen steckt, das Bigfoot nicht mag, denn die größten Erfolgsaussichten hat man mit kleinen Frauengruppen“, sagte er. Die erfolgversprechendste Methode, um Kontakt zu Bigfoot herzustellen, wäre seiner Meinung nach eine Gruppe von Frauen über einen Zeitraum von rund sechs Monaten in einem kleinen Waldgebiet des pazifischen Nordwestens campieren zu lassen.

Es gibt sogar Stimmen, die behaupten, dass sowohl die US-Forstverwaltung United States Forest Service (USFS)  als auch die kanadischen Mounties (Royal Canadian Mounted Police) versuchen, die Existenz des Bigfoots vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Sie sorgen sich um die Populationen der humanoiden Wesen in ihren Wäldern und tun alles, damit sie auch weiterhin in Ruhe und gefahrlos leben können.

 

Der Bigfoot-Experte William Jevning behauptete in 2015 sogar, dass der USFS sämtliche Spuren der kryptischen Kreatur »verschwinden« lässt und berichtete von mindestens zwei Fällen, in denen Mitarbeiter der Forstbehörde Beweisspuren beseitigten.  In einem dieser Fälle wurde er von dem Vater eines Mitarbeiters kontaktiert, weil er scheinbar Fußspuren des Bigfoots gefunden hatte. Wie ihm der Mann erzählte, wollte er im Jahre 1994 gemeinsam mit einem Freund ein geeignetes Jagdgebiet auskundschaften, bevor die Saison anfing. Dieses Gebiet um den Mount Adams im US-Bundesstaat Washington war seit vielen Jahren für die Öffentlichkeit gesperrt gewesen und beide Männer fuhren mit ihrem Geländewagen in die unberührte Natur hinein. Die lange Zeit unbenutzten Straßen waren dort mit einer etwa 2 bis 3 cm dicken Staubschicht bedeckt, die perfekte Abdrücke hinterließ.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons


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