21.09.2021

Skurrile Wissenschaftsprojekte haben Ig-Nobelpreis erhalten

Die zehn verrücktesten wissenschaftliche Projekte des Jahres 2021 wurden vergangene Woche mit dem »Ig-Nobelpreis« ausgezeichnet.

 

Der Ig-Nobelpreis (»Ig« ist ein englischsprachiges Wortspiel: ignoble = unwürdig, schmachvoll, schändlich) wird auch als Anti-Nobelpreis bezeichnet und ist eine satirische Auszeichnung, um ungewöhnliche wissenschaftliche Leistungen zu ehren, die „Menschen zuerst zum Lachen, dann zum Nachdenken bringen“. Vergeben wird der Preis von dem in Cambridge erscheinenden Magazin Annals of Improbable Research.

Hier eine kleine Auswahl weiterer Preisträger des 31. First Annual Ig Nobel Prize:

 

Kategorie »Transport«: Der Ging an eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern, die versucht hatte, die Frage zu beantworten, ob Nashörner sicherer sind, wenn sie auf dem Kopf stehend transportiert werden. Hierzu hatten sie Experimente durchgeführt und 12 Spitzmaulnashörner sowohl normal als auch kopfüber transportiert, wobei sie letztendlich zu dem Schluss kamen, dass der Transport auf dem Kopf stehend sogar vorteilhaft sei, weil der Sauerstoffgehalt im Blut dadurch höher ist.

 

Kategorie »Frieden«: Den Preis erhielt in diesem Jahr ein US-Wissenschaftlerteam der University of Utah, das herauszufinden versuchte, ob ein Bart den menschlichen Schädel vor physischen Verletzungen schützt oder nicht. Anhand eines Modells aus einem Faser-Epoxid-Verbundwerkstoff fanden sie heraus, dass dies tatsächlich der Fall ist.

 

Kategorie »Entomologie«: Ging an die US-Amerikaner John Mulrennan Jr., Roger Grothaus, Charles Hammond und Jay Lamdin für ihre Forschungsstudie »Eine neue Methode der Kakerlakenbekämpfung auf U-Booten«.

Kategorie »Medizin«: Erhielt das deutsch-türkische Forscherteam Olcay Cem Bulut, Dare Oladokun, Burkard Lippert und Ralph Hohenberger für den Nachweis, dass sexuelle Orgasmen bei der Verbesserung der Nasenatmung ebenso wirksam sein können wie abschwellende Medikamente.

 

Kategorie »Biologie«: Für die schwedischen Wissenschaftler Susanne Schötz, Robert Eklund und Joost van de Weijer für ihre Analyse der Variationen beim Schnurren, Zirpen, Schnattern, Trillern, Murmeln, Miauen, Stöhnen, Quietschen, Zischen, Jaulen, Heulen, Knurren und anderen Formen der Kommunikation zwischen Katze und Mensch.

 

Kategorie »Chemie«: Dieser Preis wurde an ein internationales Forscherteam überreicht, das die chemische Analyse der Luft in Kinosälen analysiert hatte, um zu testen, ob die Gerüche, die von den Zuschauern erzeugt werden, zuverlässig auf das Ausmaß an Gewalt, Sex, asozialem Verhalten, Drogenkonsum und Schimpfwörtern in dem Film hinweisen, den die Zuschauer sehen.

 

Kategorie »Physik«: Ging ebenfalls an ein internationales Wissenschaftlerteam. Es hatte mittels verschiedener Experimenten herauszufinden versucht, wieso Fußgänger eigentlich nicht ständig mit anderen Fußgängern zusammenstoßen.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

 

VIDEO:


* Die Beiträge unterliegen dem Urheberrechtsschutz und das Kopieren ist laut unseren Urheberrechtsbestimmungen nur für nichtkommerzielle Zwecke und dem deutlichen Hinweis auf den Autor und Direktlink zu http://terra-mystica.jimdofree.com  gestattet.

_______________________________________________________________