10.11.2020

Erstmals Nachweis für Ozeanüberquerung durch Dinosaurier

Ein zufälliger Fossilienfund in Marokko hat gezeigt, dass einige Dinosaurier sogar weite Strecken über das Meer zurückgelegt haben.

 

Der Fund eines 66 Millionen Jahre alten Hadrosauridae-Fossils (auch Hadrosaurier oder Entenschnabelsaurier genannt) wurde vom Studienleiter Dr. Nicholas Longrich vom Milner Center for Evolution an der Universität von Bath in England als „wie den Fund eines Kängurus in Schottland" beschrieben. Das Fossil wurde in einer Mine in der Nähe von Casablanca entdeckt und gehört der Art Ajnabia an, ein bis zu 15 Meter langer Pflanzenfresser, der in Nordamerika heimisch war und sich über Landbrücken nach Asien und Europa ausbreitete. Die nun neu entdeckte Art Ajnabia odysseus war nur drei Meter groß und lebte im kreidezeitlichen Marokko.

Allerdings befand sich Afrika während der Kreidezeit auf dem südlichen Inselkontinent Gondwana und war durch tiefe Ozeane vom Rest der Welt getrennt, sodass es nach bisheriger Ansicht für Dinosaurier unerreichbar war. „[Das Fossil ist] so ziemlich das Letzte auf der Welt, was man dort erwarten würde", wird Dr. Longrich auf Phys.org zitiert. „Es war völlig fehl am Platz ... Afrika lag durch Wasser völlig isoliert - wie kamen sie also dorthin?" Um dorthin zu gelangen, muss dieser Dinosaurier also Hunderte von Kilometern des offenen Ozeans durchquert haben.

 

Zwar weiß man, dass in Europa zur Kreidezeit Dinosaurier der Art Ceratopsia von Insel zu Insel schwammen, doch diese mit Knochenpanzern an Kopf und Rücken ausgestatteten Echsen bewältigten nur kurze Strecken und waren eher »Inselhüpfer«. Dass ein Dinosaurier wie Ajnabia odysseus Strecken von Hunderten Kilometern im Meer zurücklegen konnte, war den Paläontologen bisher völlig unbekannt.

 

Dies mag zwar unglaublich erscheinen, doch ist es nicht völlig unmöglich, denn Hadrosaurier waren wahrscheinlich gute Schwimmer und dass sie Treibholz zur Überquerung genutzt haben könnten, ist auch nicht völlig ausgeschlossen. Die Tiere waren ja nicht sehr groß und könnten sich an von Stürmen abgebrochenen Pflanzenteile über Wasser gehalten haben - auch wenn da nur sehr große und stabile Teile in Frage kämen.

 

„Sherlock Holmes sagte, wenn man einmal das Unmögliche eliminiert hat, muss das, was übrigbleibt, egal wie unwahrscheinlich es ist, die Wahrheit sein. Es war unmöglich, nach Afrika zu laufen, diese Dinosaurier entwickelten sich lange nach der Spaltung der Kontinente durch den Kontinentaldrift und wir haben keine Beweise für Landbrücken. Die Geologie sagt uns, dass Afrika durch Ozeane isoliert war und wenn dem so ist, ist der einzige Weg dorthin auf dem Wasserweg", resümiert Dr. Longrich.

 

Die ausführliche Studie wurde in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Cretaceous Research veröffentlicht.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: Raul Martin

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