03.02.2022

Sie sind zurück! Das Rätsel um die mysteriösen Monolithen geht weiter

Seit die ersten rätselhaften Metall-Monolithen Ende November 2020 in den Vereinigten Staaten und Rumänien auftauchten, verging kaum noch ein Tag, an dem nicht wochenlang ein weiterer gemeldet wurde - und zwar aus allen Ecken der Welt.

 

Der seltsame Trend begann am 18. November 2020, als in der Wüste von Utah, inmitten im Nirgendwo ein rund drei Meter hoher Monolith aus Metall auftauchte, der stark an Stanley Kubrick’s Sci-Fi-Filmklassiker »2001: Odyssee im Weltraum« erinnerte.

 

In dem ursprünglich von Arthur C. Clarke geschriebenen Science-Fiction-Roman taucht in prähistorischen Zeiten ein großer schwarzer Monolith unbekannter Herkunft auf, der bei unseren frühen menschlichen Vorfahren einen bedeutenden Evolutionssprung auslöst und sie nicht nur in die Lage versetzt, Werkzeuge und Waffen herzustellen, sondern ihnen auch den Weg zum intelligentesten Wesen auf der Erde ebnet.

Die Entdeckung des Monolithen in Utah machte weltweit Schlagzeilen und alles hindeutete darauf hin, dass ihn jemand ganz gezielt dort platziert hatte, es war jedoch völlig unklar, wer ihn erschaffen und wieso man diesen abgelegen Ort ausgewählt hatte. Noch mysteriöser wurde die Sache, als er Tage darauf ebenso schnell und geheimnisvoll wieder entfernt worden war.

 

Anfang Dezember 2020 folgten Meldungen von weiteren solchen Monolithen in Rumänien und Kalifornien, die sich teils nur in der Oberflächenbeschaffenheit etwas von dem in Utah unterschieden und ebenso praktisch über Nacht an den einsamsten Orten von Unbekannten aufgestellt worden waren. Die mysteriösen Monolithen breiteten sich in den darauffolgenden Wochen mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit über den gesamten Globus aus und standen längst nicht mehr nur an entlegenen Orten, sondern sogar inmitten von Städten und Metropolen.

 

In einigen Fällen hatten sich einzelne Künstler für die Erstellung und Installation der Objekte verantwortlich erklärt, in den meisten Fällen blieb ihre Herkunft jedoch weiterhin ein Rätsel. Auch die internationale Künstlergemeinschaft »The Most Famous Artist« hatte sich dazu bekannt, die Monolithen in Utah und Kalifornien geschaffen und aufgestellt zu haben und boten auf ihrer Webseite Kopien für 45.000 US-Dollar das Stück an. Aber ob jene Künstler, die sich geoutet haben, auch tatsächlich die Ersteller der Monolithen waren, wurde nie erwiesen. Möglicherweise waren es nur Trittbrettfahrer, die die Gunst der Stunde ausnutzen wollten, aus dem Mysteriösem Profit zu schlagen.

Bis Mitte Dezember 2020 wurden die Monolithen in mindestens folgenden Ländern registriert:

 

Europa: 15 Monolithen (Belgien, Finnland, Deutschland, Italien, Niederlanden, Norwegen, Polen, Rumänien, Spanien, Schweiz, Großbritannien, Ukraine).

Afrika: 1 Monolith (Marokko).

Kanada: 2 Monolithen.

USA: 12 Monolithen (Kalifornien, Utah, Pennsylvania, Nevada, New Mexico, North Carolina, Texas, District of Columbia).

Zentralamerika: 1 Monolith (Panama).

Südamerika: 1 Monolith (Kolumbien).

Australien: 1 Monolith.

Nun scheint das Spektakel wieder von vorne zu beginnen, denn im US-Bundesstaat Arizona ist in der Nähe der Stadt Phoenix wieder ein solcher Monolith aufgetaucht. Er befindet sich an der Autobahn I-17 an einer Stelle namens Sunset Point und wurde vergangene Woche dem lokalen TV-Sender 12 News gemeldet.

 

Das zuständige Verkehrsministerium teilte auf Anfrage mit, dass es sich bei dem Objekt nicht um ihr Werk handele und es anscheinend von Unbekannten dort platziert wurde. Die Behörde teilte weiter mit, dass sie versuchen werde, zu ermitteln, was es damit auf sich hat und diejenigen ausfindig zu machen, die dafür verantwortlich sind.

 

Inzwischen dürfte die Frage nicht mehr lauten, ob wir weitere Monolithen sehen werden, sondern eher, wo der nächste auftauchen wird und - vielleicht noch wichtiger - was das soll und wann das Ganze endlich aufhört.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

 Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

 

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