09.01.2020

Darstellung des assyrischen Dämons »Bennu« identifiziert

Auf einer alten Tontafel ist ein Dämon identifiziert worden, von dem die alten Assyrer glaubten, dass er für die epileptischen Anfälle verantwortlich war.

 

Bereits König Hammurapi von Babylon (1728-1686 v. Chr.) verfasste in seinen Gesetzestexten (dem Kodex Hammurapi) auch Vorschriften für Ärzte, in dem sich auch Hinweise auf bekannte Krankheiten finden lassen. So heißt es beispielsweise in Paragraph 278, dass ein Sklave, der vor Ablauf eines Monats von der »Bennu-Krankheit« befallen wird, anstandslos dem Verkäufer zurückgegeben werden kann und der Kaufpreis erstattet werden muss. »Bennu« ist ein Dämon, von dem die Assyrer glaubten, dass er für die unwillkürlichen Muskelbewegungen verantwortlich war, die mit der Epilepsie einhergehen.


Eine 2.700 Jahre alte Steintafel, die im Haus einer Exorzistenfamilie entdeckt wurde, die 650 v. Chr. in Assur im heutigen Nordirak lebte, befindet sich heute im Vorderasiatischen Museum in Berlin. Sie wurde kürzlich von dem Assyriologen Troels Pank Arbøll von der Universität Kopenhagen untersucht, wobei er eine Zeichnung entdeckte, welche die vergangenen Jahre übersehen worden war. Bei näherer Betrachtung schien es eine dämonische Gestalt mit Hörnern, einem Schwanz und einer gespaltenen Zunge darzustellen. Er fand heraus, dass es sich bei dieser Figur um den Dämon namens »Bennu« handelt und der Text auf der Tafel enthält Einzelheiten über Heilmittel, die zur Behandlung der »Bennu-Krankheit« damals entwickelt wurden.

 

„Ich war der erste, der die Zeichnung bemerkt hat, obwohl der Text den Forschern seit Jahrzehnten bekannt ist. Er ist heute aufgrund der Schäden auf dem Stein nicht mehr so leicht zu erkennen, es sei denn, man weiß, dass er vorhanden ist", erklärte Arbøll gegenüber Live Science. „Diese spezielle Zeichnung ist eine Darstellung des eigentlichen Dämons, im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Zeichnungen, die im Allgemeinen irgendeine Gestalt darstellen, die während eines Rituals zur Beseitigung der Krankheit angefertigt wurde.“

 

© Fernando Calvo*, Skizze: Troels Pank Arbøll

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