06.01.2020

Von wegen nur ein Mythos: Amazonengräber entdeckt

Die mythischen Kriegerinnen aus den antiken griechischen Überlieferungen scheinen offenbar tatsächlich existiert zu haben.

 

Als Amazonen werden in griechischen Mythen und Sagen einige Völker bezeichnet, bei denen Frauen wie Männer in den Kampf zogen. Eines der ältesten schriftlich festgehaltenen Erwähnungen dieser Kriegerinnen stammen vom griechischen Dichters Homer, der im 8. Jahrhundert v. Chr. von zwei Ereignissen berichtete, die sich vor dem Trojanischen Krieg ereignet haben und bei denen Amazonen beteiligt gewesen sein sollen. Nun wurde kürzlich eine faszinierende archäologische Entdeckung gemacht, die darauf hindeutet, dass diese bogenschwingenden Kämpferinnen gar nicht so mythisch waren, wie allgemein von den Historikern angenommen wird.

Denn wie im wissenschaftlichen Fachmagazin EurekAlert! berichtet wird, hat ein russisches Archäologenteam in Westrussland eine rund 2.500 Jahre alte Grabstätten entdeckt, in denen vier weibliche Skelette begraben liegen, die mit Pfeilspitzen, Speeren und Reitausrüstung bestattet wurden. „Lange Zeit hat man angenommen, dass die Mythen über die Amazonen, von denen die Griechen erzählten, reine Phantasieprodukte wären", erklärt die Amazonenexpertin und Autorin von The Amazons: Lives and Legends of Warrior Women Across the Ancient World, Adrienne Mayo, im Gespräch mit der The Washington Post. „doch jetzt haben wir den Beweis, dass diese Frauen tatsächlich existierten und dass das Leben dieser Kriegerinnen tatsächlich die altgriechischen Vorstellungen und Visionen von den Amazonen beeinflusst hat.“

 

Von den vier Kriegerinnen in den Gräbern war die jüngste vermutlich nur 12 oder 13 Jahre alt geworden, während die älteste, die einen goldenen zeremoniellen Kopfschmuck trug, bereits etwa 45 bis 50 Jahre alt gewesen sein dürfte. „Dies war eine egalitäre Gesellschaft", sagt Mayor. „Die Tatsache, dass man diese Altersspanne vorfindet, ist wichtig, weil man früher dachte, dass Mütter nicht kämpfen würden, weil sie Kinder haben. Bei solchen kleinen Stämmen in den rauen Steppen macht es Sinn, dass jeder einzelne Mensch die gleichen Fähigkeiten und Kompetenzen aufweisen muss, um den Stamm zu verteidigen, wenn es nötig ist."

 

Auch der Expeditionsleiter Valerii Guliaev bezeichnete die Entdeckung als einen »einzigartigen Fund«. „Die Amazonen sind ein häufiges Phänomen, das man bei den Skythen findet. Für sie wurden separate Grabhügel gefüllt und alle Bestattungsriten, die normalerweise für Männer gedacht waren, wurden auch für sie durchgeführt", sagte er. Als Skythen werden einige der Reiternomadenvölker bezeichnet, die ab etwa dem 8./7. Jahrhundert v. Chr. bis noch ins 3. Jahrhundert n.Chr. die eurasischen Steppen nördlich des Schwarzen Meeres im heutigen Südrussland und der Ukraine von der unteren Wolga und dem Kuban bis zum Dnister besiedelten.

 

© Fernando Calvo*, Foto: www.archaeolog.ru

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