11.02.2022

Deutsche Universität spürt mit neuartigem Kamerasystem UFOs auf

Mittels eines neuen Kamerasystems will man an einer deutschen Universität unbekannte Flugobjekte aufspüren.

 

Hoch oben auf dem Gebäude des Interdisziplinären Forschungszentrum für Extraterrestrik (IFEX) an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) in Bayern soll ein ca. 70 Zentimeter großer, graue Kasten den Himmel observieren und für UFO-Forscher nach UAPs Ausschau halten. Um den umgangssprachlich missverständlichen Begriff UFO (unidentifizierte/unbekannte Flugobjekte) zu vermeiden, wird neuerdings lieber der Begriff UAP (Unidentified Aerial Phenomena, deutsch: unidentifizierte Luft-/Luftraum-Phänomen) verwendet.

Das neue Kamerasystem namens »SkyCAM-5« wurde von Hakan Kayal - IFEX-Vorsitzender und Professor für Raumfahrttechnik an der JMU - entwickelt und ist das jüngste einer Reihe von Prototypen, die derzeit auf dem Dach der Universität in Betrieb sind. Die Aufgabe von SkyCAM-5: das Aufspüren und Analysieren von UFOs. IFEX arbeitet normalerweise an der Entwicklung von Technologien, die den Weltraum, Objekte in unserem Sonnensystem, Sterne sowie Galaxien erforschen. Doch ihr Interesse gilt auch der Suche nach Anzeichen für extraterrestrisches Leben und außerirdische Intelligenzen.

 

„Wir möchten den UAP-Forschungszweig im interdisziplinären Rahmen fördern, eigene Projekte durchführen und die Kooperation mit relevanten Institutionen und Behörden suchen, etwa mit der Max-Planck-Gesellschaft, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, dem Luftfahrt-Bundesamt oder dem Deutschen Wetterdienst“, so Prof. Hakan Kayal in einem Statement der JMU.

Die SkyCAM-5-Kamera beobachtet kontinuierlich den Himmel und nutzt dabei Algorithmen des selbständigen Lernens, um bekannte Phänomene und andere Fehldeutungen automatisch auszuschließen und so die interessanten unidentifizierbaren Flugobjekte ins Visier zu nehmen.

 

Im Laufe der Zeit wird sie immer intelligenter werden, so dass sie ein UFO besser erkennen kann, wenn es tatsächlich auftauchen sollte.

 

Prof. Kayal räumt aber selbst ein, dass die Entwicklung noch in den Kinderschuhen steckt, doch er will im Laufe der Zeit zusätzliche Mittel beschaffen, um weitere Kameras aufstellen und das System ausbauen zu können. Seine Vision: Weltweit ein ganzes Netz von UFO-Detektorkameras zu installieren, so dass diese Flugobjekte nicht nur erkannt, sondern auch über große Entfernungen hinweg verfolgt werden können.

 

Es wird interessant sein zu sehen, wie sich das Projekt in den nächsten Jahren entwickeln wird.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: Hakan Kayal, Uni Würzburg


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