20.04.2022

Doku-Serie wegen Markenrechtsverletzung des Namens »UFO« verklagt

J.J. Abrams wurde vor allem als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent von Science-Fiction-Filmen wie »Cloverfield«, »Super 8« oder »Star Wars« sowie »Star Trek« weltweit bekannt. Nun sieht sich der Mitbegründer und CEO von Bad Robot Productions wegen seiner Serie mit dem schlichten Titel »UFO« mit einer Klage wegen Markenrechtsverletzung konfrontiert.

 

Seit die sogenannten »Tic-Tac-UFOs« in 2019 weltweit für Schlagzeilen sorgten, weil sie nach langem Schweigen auch von der U.S. Navy als echt bestätigt wurden, ist das Interesse an der Erforschung des UFO-Phänomens plötzlich groß. Als Tic-Tac-UFOs werden drei unidentifizierte Flugobjekte bezeichnet, weil ihre Form große Ähnlichkeit mit den bekannten Lutschdragées gleichen Namens aufweisen.

Sie wurden in 2004 und 2015 von verschiedenen Besatzungsmitgliedern und Kampfpiloten der US-Flugzeugträger »U.S.S. Nimitz« und »U.S.S. Princeton« an der Küste von San Diego verfolgt und aufgenommen wurden. Insgesamt gibt es drei (freigegebene) Aufnahmen dieser sogenannten Tic-Tac-UFOs, sie erhielten die Namen »Gimbal«, »Flir1« sowie »Go fast« und zeigen Objekte, die Manöver flogen, die mit der uns heute zur Verfügung stehenden Technologie nicht möglich sind.

 

J.J. Abrams' Produktionsfirma Bad Robot Productions griff dieses Thema auf und produzierte eine vierteilige Serie, die im August 2021 vom Pay-TV-Sender Showtime ausgestrahlt wurde und sich mit der Faszination für unidentifizierte Flugobjekte befasste und den Einfluss hinterfragte, den die US-Regierung, private Unternehmen und das Militär ausüben, um die Wahrheit über außerirdische Phänomene zu verbergen.

Wie der Hollywood Reporter berichtet, wurde diese Serie nun jedoch zum Gegenstand einer Klage wegen Markenrechtsverletzung. Denn die Herausgeber des Magazins »UFO Magazine« das zwischen 1986 und 2012 insgesamt 158 Ausgaben herausbrachte, behauptet, dass mit der Ausstrahlung der Serie die eigenen Pläne für die Veröffentlichung eines Films oder einer Fernsehsendung, die ebenfalls »UFO« heißen sollte, zunichte gemacht wurden.

 

Die UFO Magazine Inc. behauptet, dass sie den Namen seit 1998 kommerziell benutzen und als Marke etabliert hätten und das Wort sogar umfassend als rechtlich geschütztes Markenzeichen registrieren lassen haben. Darüber hätten sie die Verantwortlichen auch seinerzeit informiert und mehrfach aufgefordert, den Namen der Dokuserie vor der Ausstrahlung zu ändern, doch der Sender habe alle ihre rechtliche Ansprüche ignoriert und an der Ausstrahlung festgehalten.

„Obwohl der Beklagte Showtime von den Markenregistrierungen des UFO Magazine und den Markenrechten und Rechten an geistigem Eigentum des UFO-Magazins Kenntnis hatte, hat er weiterhin seine Fernsehsendungen mit dem verletzenden Titel 'UFO' ausgestrahlt, für seine Fernsehsendungen mit dem verletzenden Titel 'UFO' geworben und erhebliche Einnahmen aus seinen Fernsehsendungen mit dem verletzenden Titel 'UFO' erzielt", heißt es in der Klageschrift.

 

In der Klage des UFO Magazine werden nicht nur Markenrechtsverletzungen und unlauterer Wettbewerb geltend gemacht, es werden zudem ein Drittel aller Gewinne eingefordert, die Showtime mit der Serie erzielt hat, sowie Strafschadensersatz und die Zahlung der Prozesskosten.

 

Eine Bitte um Stellungnahme ließ Showtime unbeantwortet ...

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: Showtime


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