11.11.2021

Neue US-Gesetzgebung könnte UFO-Forschung revolutionieren

Der US-Kongress bereitet sich auf die Debatte über eine historische Änderung vor, die den Umgang der Regierung mit dem UFO-Phänomen grundlegend verändern könnte.

 

In der Vergangenheit war das Verhalten der US-Regierung, wenn es um die Erforschung des UFO-Phänomens ging, alles andere als aufgeschlossen. Die Programme zur Erforschung der unbekannten Flugobjekte über dem Gebiet der Vereinigten Staaten liefen in der Regel im Hintergrund und wurden vor der Öffentlichkeit geheim gehalten. Erst in den letzten Jahren wurden auf Antrag mit Berufung auf das Gesetz zur Informationsfreiheit (Freedom of Information Act, FOIA) einige Akten diesbezüglich freigegeben. Wie MSN berichtet, könnte sich dies jedoch dank eines Änderungsantrags zum National Defense Authorization Act (NDAA) 2022, der von Senatorin Kirsten Gillibrand eingebracht wurde, bald ändern.

Der Änderungsantrag zielt darauf ab, die Herangehensweise der Regierung an die UFO-Forschung grundlegend zu ändern und sie stattdessen auf Offenheit, Transparenz und objektive wissenschaftliche Analysen auszurichten. Darüber hinaus sieht der Änderungsantrag vor, dass die Regierung nicht klassifizierte Jahresberichte über das Phänomen vorlegen muss, was bedeutet, dass die Ergebnisse eines jeden Jahres für jedermann zugänglich sein sollen.

 

Konkret bedeutet das, dass das Verteidigungsministerium und alle anderen US-Geheimdienste ihre Daten an die UFO-Forschungsabteilung der Regierung (das Anomaly Surveillance and Resolution Office) weiterleiten müssten und alle ihre Bestrebungen, den Zugang zu diesen Daten zu verweigern oder einzuschränken, dem Kongress gemeldet werden müssen.

 

Die UFO-Forschung soll auch in Zusammenarbeit mit anderen Behörden wie der NASA und der US-Luftfahrbehörde (Federal Aviation Administration, FAA) sowie mit internationalen Partnern in Übersee durchgeführt werden. Eine weitere interessante Änderung in der Novelle ist die Erweiterung der Definition von UFOs auf »Transmedium«-Objekte, die als „Objekte oder Geräte, die zwischen dem Weltraum und der Atmosphäre oder zwischen der Atmosphäre und Gewässern übergehen", beschrieben werden.

Außerdem wird gefordert, den Zusammenhang zwischen UFO-Sichtungen und Atomwaffen besser zu untersuchen und alle Bemühungen UFOs zu „bergen, erbeuten oder zu benutzen“ der Regierung zu berichten - was dazu beitragen könnte, Gerüchte über erbeutete außerirdische Technologie ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen. Der Änderungsantrag verlangt sogar die Einrichtung eines neuen 25-köpfigen „beratenden Ausschusses für Luft- und Transmediumsphänomene", der bei der Untersuchung und Analyse der Beweise unterstützen soll.

 

Das alles klingt zu schön, um wahr zu sein. Das NDAA ist ein längst überfälliges Gesetz und es heißt, dass die Änderung im Kongress eine realistische Chance hat, verabschiedet zu werden. Man darf gespannt sein, was genau passiert, wenn es tatsächlich in Kraft tritt …

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: Northrop Grumman, Bearb. F. Calvo


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