10.09.2022

U.S. Navy: Alle bisher unveröffentlichten UFO-Videos sind geheim

Einige der faszinierendsten UFO-Videos, die in den letzten Jahren aufgetaucht sind, stammen aus dem Archiv der U.S. Navy - insbesondere die Aufnahmen von sich schnell bewegenden Flugobjekte, die von Piloten vor der Ostküste der Vereinigten Staaten aufgenommen wurden und als »Tic-Tac-UFOs« weltweite Bekanntheit erlangten.

 

Als »Tic-Tac-UFOs« werden drei unidentifizierte Flugobjekte bezeichnet, weil ihre Form große Ähnlichkeit mit den bekannten Lutschdragées gleichen Namens aufweisen. Sie wurden in 2004 und 2015 von verschiedenen Besatzungsmitgliedern und Kampfpiloten der US-Flugzeugträger »U.S.S. Nimitz« und »U.S.S. Princeton« an der Küste von San Diego verfolgt und aufgenommen wurden. Insgesamt gibt es drei (freigegebene) Aufnahmen dieser sogenannten Tic-Tac-UFOs, sie erhielten die Namen »Gimbal«, »Flir1« sowie »Go fast« und zeigen Objekte, die Manöver flogen, die mit der uns heute zur Verfügung stehenden Technologie nicht möglich sind.



Seit diese Aufnahmen in 2019 ans Licht gekommen sind, argumentieren UFO-Forscher, Analysten und sogar Politiker, dass die US-Marine wahrscheinlich über wesentlich mehr Beweise verfügt, die sie noch nicht veröffentlicht hat, darunter mehrere noch unbekannte Videos, die viel mehr über die Natur dieser Objekte verraten könnten.

 

Nun hat die U.S. Navy im Rahmen des Gesetz zur Informationsfreiheit (Freedom of Information Act, FOIA) auf eine Anfrage von The Black Vault hin bestätigt, dass dies tatsächlich der Fall sei und nicht alle verfügbaren Videos mit unidentifizierten Flugobjekten veröffentlicht wurden. Gleichzeitig deuten sie an, dass wir auch in der nächsten Zeit nicht damit rechnen dürften, sie zu sehen zu bekommen - falls wir sie überhaupt jemals zu sehen bekommen sollten.

Der Antrag hatte darauf abgezielt, die Freigabe aller Videos mit der Bezeichnung »unidentifizierte Luftphänomene« zu erreichen. Laut der U.S. Navy würde ein solches Ersuchen jedoch „der nationalen Sicherheit schaden, da es den Gegnern wertvolle Informationen über die Operationen des Verteidigungsministeriums und der Marine, Schwachstellen und/oder Fähigkeiten liefern könnte. Kein Teil der Videos kann für die Freigabe ausgesondert werden. Während drei UAP-Videos in der Vergangenheit veröffentlicht wurden, sind die Fakten zu diesen drei Videos insofern einzigartig, als diese Videos zunächst über inoffizielle Kanäle veröffentlicht wurden, bevor sie offiziell freigegeben wurden. Diese Ereignisse wurden in der Öffentlichkeit ausgiebig diskutiert; große Nachrichtensender brachten sogar Sondersendungen darüber. In Anbetracht der Menge an Informationen über diese Begegnungen in der Öffentlichkeit war es möglich, die Dateien ohne weiteren Schaden für die nationale Sicherheit freizugeben."

Die Antwort ist sicherlich interessant, da es üblich ist, dass Behörden sich in der Regel weigern, die Existenz solcher Videos zu bestätigen oder zu leugnen, anstatt einfach zu erklären, dass sie nicht freigegeben werden können. Sie bestätigt auch, dass die früheren Videoveröffentlichungen offenbar inoffiziell erfolgten, und es vermutlich nur diesem Umstand zu verdanken ist, dass die U.S. Navy sich am Ende gezwungen sah, sie auch offiziell zu kommentieren, da sie eh schon durchgesickert waren.

 

Umkehrschluss: Wären die Tic-Tac-UFO-Videos nicht über inoffizielle Kanäle veröffentlicht worden, gäbe es die seitdem unternommenen Anstrengungen der US-Behörden gar nicht, das Rätsel der UAPs lösen zu wollen. Neuerdings wird lieber der Begriff UAP (Unidentified Aerial Phenomena, deutsch: unidentifiziertes Luft-/Luftraum-Phänomen) verwendet, um den Begriff UFO (unidentifizierte/unbekannte Flugobjekte) zu vermeiden, da er überwiegend mit als zwangsläufig außerirdischen Ursprungs assoziiert wurde.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: Northrop Grumman, Bearb. F. Calvo


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