20.07.2021

Hinweise auf »Energiewaffen-Angriffe« nun auch in Wien

Gezielte Angriffe mit vermeintlichen »Energiewaffen« auf US-Diplomaten scheinen nun offenbar auch in Wien stattzufinden.

 

Offizielle US-Regierungsstellen bestätigten bereits im Mai, dass man die Symptome dieser rätselhaften Attacken (das sogenannte Havanna-Syndrom) inzwischen bei über 130 Personen nachgewiesen habe - damit ist die Krankheit weitaus weiter verbreitet, als man bisher angenommen hatte. Bei dem »Havanna-Syndrom« handelt es sich um ein mysteriöse Phänomen, bei dem feindliche »Schallwaffen« in Verdacht stehen und erst im August 2017 von der US-Regierung als solches erkannt wurde - ganze neun Monate nach dem ersten Vorfall. Bisher gab es keine offizielle Erklärung dazu und obwohl bereits das FBI, die US-Nachrichtendienste sowie US-Geheimdienste ihre Ermittlungen aufgenommen hatten, konnten sie keinerlei Hinweise darauf finden, was die Ursache oder die Quelle für diese rätselhaften Symptome sind.

Diese vermeintlichen Schallwaffen-Angriffe sollen direkt in den Hotelzimmern der US-Diplomaten erfolgt sein und riefen eine Reihe von Symptomen hervor, darunter Hörverlust, Tinnitus, Schwindel, Gleichgewichtsprobleme, visuelle Beschwerden, Kopfschmerzen, Müdigkeit, kognitive Probleme sowie Schlafstörungen. Aus diesem Grund zog die US-Regierung Anfang Oktober vorerst 60 Prozent ihres Botschaftspersonals aus Kuba ab und forderte ihre Bürger auf, Reisen in das Land zu meiden, was die Beziehungen zwischen beiden Ländern deutlich verschlechterte.

 

Im Dezember 2017 bestätigten verschiedene US-Behörden schließlich, dass Ärzte bei einigen Opfer der Schallangriffe Veränderungen in jenen Abschnitten der Weißen Substanz (WS) entdeckt hätten, die dafür verantwortlich sind, dass verschiedene Teile des Gehirns miteinander kommunizieren können. Im März 2018 behaupteten Informatiker von der University of Michigan wiederrum, dass sie die Quelle dieser quälenden Töne in der Kombination verschiedener Ultraschallquellen sehen.

Wissenschaftler der University of Pennsylvania hatten in 2019 die Betroffenen noch einmal untersucht und konnten bestätigen, dass die Gehirne der Opfer im Vergleich zu einer Kontrollgruppe „signifikante Unterschiede" aufwiesen. Ob diese Unterschiede allerdings direkt von diesen vermeintlichen »Angriffen« verursacht wurden oder nicht, blieb weiterhin unklar.

 

Im Herbst 2019 reisten zwei hohe Agenten der CIA nach Australien, um sich dort mit Kollegen der dortigen Geheimdienstbehörde zu treffen (Australien ist Teil der Five Eyes-Allianz zum Informationsaustausch mit den USA, Großbritannien, Kanada und Neuseeland). Während sie sich in ihren Hotelzimmern aufhielten, spürten beide Amerikaner ein seltsames Geräusch und Druck in ihren Köpfen sowie eine Art Klingeln in ihren Ohren, anschließend wurde ihnen übel und schwindelig. Als sie dann weiter nach Taiwan reisten, um sich dort ebenfalls mit den Geheimdienstbeamten des Landes zu treffen, durchlebten sie während des Aufenthaltes in ihren Hotelzimmern die selbe Tortur.

 

Und wie MSN.com berichtet, sind nun auch in Wien knapp zwei Dutzend US-Diplomaten und ihre Familien offensichtlich Opfer einer »unerklärlichen Krankheit«, von der man spekuliert, dass es sich auch hier wieder um das Havanna-Syndrom handelt. „Wir nehmen diese Berichte sehr ernst und arbeiten entsprechend unserer Rolle als Gaststaat mit den US-Behörden an einer gemeinsamen Lösung. Die Sicherheit der nach Österreich entsandten Diplomaten und ihrer Familien hat für uns oberste Priorität“, teilte das Österreichische Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten mit

 

Damit sind bisher sind rund 150 Fälle bekannt, bei denen auch Agenten, Diplomaten, Soldaten sowie verschiedene andere US-Mitarbeiter im In- und Ausland Opfer dieser heimtückischen »Waffe« wurden - Soldaten allerdings nie in Kampf-Einsatzgebieten. Sowohl die Trump- als auch die Biden-Administration haben umfangreiche Untersuchungen zu diesem Phänomen veranlasst, die bislang jedoch erfolglos verliefen. Einige Pentagon-Beamte vermuten, dass Russland seine Finger im Spiel habe, dies wurde jedoch bisher nicht offiziell bestätigt.

 

© Fernando Calvo* für Terra Mystica

Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons


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